{ "title": "Arbeitsunterlagen und Repetitionsfragen zur LAP Informationstechnologie (Systemtechnik/Betriebstechnik) 2025", "categories": [ { "id": 1, "title": "Organisation und Kaufmännisches", "subcategories": [ { "name": "Garantie und Gewährleistung", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff Garantie.", "a": "Eine freiwillige Zusage des Herstellers/Verkäufers, für Mängel innerhalb eines bestimmten Zeitraums einzustehen. Umfang, Dauer und Bedingungen legt der Garantiegeber selbst fest; sie ersetzt die gesetzliche Gewährleistung nicht, sondern ergänzt sie." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff Gewährleistung.", "a": "Die gesetzliche Haftung des Verkäufers für Mängel, die bei Übergabe der Ware bereits vorhanden waren. In Österreich beträgt die Frist 2 Jahre bei beweglichen Sachen (bei Gebrauchtwaren ggf. verkürzbar auf 1 Jahr) und 3 Jahre bei unbeweglichen Sachen; sie ist gesetzlich vorgeschrieben und kann nicht ausgeschlossen werden." } ] }, { "name": "Datenschutz", "questions": [ { "q": "Was versteht man unter der EU-DSGVO und wo gilt sie?", "a": "Die Datenschutz-Grundverordnung ist ein EU-weit unmittelbar geltendes Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten natürlicher Personen. Sie gilt in allen EU-Mitgliedstaaten und für alle Unternehmen, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten, unabhängig vom Firmensitz." }, { "q": "Welche Aufgaben erfüllt der gesetzliche Datenschutz?", "a": "Er schützt das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, regelt die rechtmäßige, zweckgebundene und sichere Verarbeitung personenbezogener Daten und definiert Rechte Betroffener sowie Pflichten der Verarbeiter." }, { "q": "Erklären Sie wann ein Missbrauch der Daten vorliegt.", "a": "Wenn personenbezogene Daten ohne Rechtsgrundlage, entgegen dem ursprünglichen Zweck, ohne Einwilligung oder unter Verletzung von Betroffenenrechten verarbeitet, weitergegeben oder genutzt werden." }, { "q": "Erklären Sie die Aufgaben der Datenschutzbehörde.", "a": "Sie überwacht die Einhaltung der Datenschutzgesetze, bearbeitet Beschwerden Betroffener, führt Kontrollen und Prüfungen durch, verhängt Strafen bei Verstößen und berät Unternehmen und Bürger." }, { "q": "Was sind personenbezogene Daten? Nennen Sie Beispiele.", "a": "Alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen, z. B. Name, Adresse, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, IP-Adresse, Foto oder Kundennummer." }, { "q": "Was sind besondere Kategorien personenbezogener Daten?", "a": "Sensible Daten mit erhöhtem Schutzbedarf, z. B. Gesundheitsdaten, biometrische und genetische Daten, ethnische Herkunft, religiöse/politische Überzeugung, Gewerkschaftszugehörigkeit oder Sexualleben." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Betroffener“ im Sinne des Datenschutzgesetzes.", "a": "Die natürliche Person, deren personenbezogene Daten verarbeitet werden." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Verantwortlicher“ im Sinne des Datenschutzgesetztes.", "a": "Die Stelle (Person, Behörde, Unternehmen), die über Zwecke und Mittel der Datenverarbeitung entscheidet." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Auftragsverarbeiter“ im Sinne des Datenschutzgesetzes.", "a": "Eine Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen verarbeitet (z. B. ein IT-Dienstleister), ohne eigene Zweckbestimmung." }, { "q": "Was ist eine „Einwilligung“ und wofür wird diese Benötigt?", "a": "Eine freiwillige, informierte und eindeutige Willensbekundung des Betroffenen zur Verarbeitung seiner Daten. Sie wird als Rechtsgrundlage benötigt, wenn keine andere (z. B. Vertrag, gesetzliche Pflicht) vorliegt, und ist jederzeit widerrufbar." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen Pseudonymisierung und Anonymisierung.", "a": "Bei der Pseudonymisierung werden Identifikationsmerkmale durch ein Kürzel/Code ersetzt, die Zuordnung ist mit Zusatzinformationen wieder möglich (bleibt personenbezogen). Bei der Anonymisierung wird der Personenbezug unwiderruflich entfernt, eine Re-Identifizierung ist nicht mehr möglich." }, { "q": "Was versteht man unter dem Begriff „Profiling“?", "a": "Automatisierte Auswertung personenbezogener Daten, um Aspekte einer Person zu bewerten oder vorherzusagen, z. B. Verhalten, Vorlieben, Kreditwürdigkeit oder Standort." }, { "q": "Mit welchen Geldstrafen ist bei einem Verstoß gegen das Datenschutzgesetz zu rechnen?", "a": "Bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes des Unternehmens, je nachdem, welcher Betrag höher ist." }, { "q": "Welche Betroffenenrechte kennen Sie? Welche Fristen müssen eingehalten werden?", "a": "Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Anfragen sind grundsätzlich unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb eines Monats zu beantworten (verlängerbar um zwei weitere Monate bei komplexen Fällen)." }, { "q": "Was ist die „Data Breach Notification Duty“ und welche Fristen gelten?", "a": "Die Pflicht, eine Datenschutzverletzung der Aufsichtsbehörde binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden zu melden; besteht ein hohes Risiko für Betroffene, müssen auch diese unverzüglich informiert werden." }, { "q": "Wann muss ein Datenschutzbeauftragter in einem Unternehmen zwingend eingesetzt werden?", "a": "Wenn die Kerntätigkeit in umfangreicher regelmäßiger und systematischer Überwachung von Personen besteht, wenn besondere Datenkategorien in großem Umfang verarbeitet werden, oder wenn eine Behörde ist." }, { "q": "Was versteht man unter dem Begriff „Datenübertragbarkeit“?", "a": "Das Recht des Betroffenen, seine bereitgestellten Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten und an einen anderen Verantwortlichen übertragen zu lassen." }, { "q": "Was versteht man unter einem „Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten“?", "a": "Eine vom Verantwortlichen zu führende Dokumentation aller Verarbeitungsvorgänge personenbezogener Daten im Unternehmen, inkl. Zweck, Kategorien, Empfänger und Löschfristen." }, { "q": "Erklären sie die Begriffe „Privacy by Design“ und „Privacy by Default“.", "a": "Privacy by Design bedeutet, Datenschutz bereits bei der Entwicklung von Systemen/Prozessen von Anfang an einzuplanen. Privacy by Default bedeutet, dass die datenschutzfreundlichsten Voreinstellungen standardmäßig aktiv sind." }, { "q": "Was ist eine Datenschutzfolgeabschätzung und wann muss sie durchgeführt werden?", "a": "Eine Risikoanalyse der Auswirkungen einer Verarbeitung auf die Rechte Betroffener. Sie ist erforderlich, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für Betroffene mit sich bringt, z. B. bei umfangreicher Überwachung oder sensiblen Daten." }, { "q": "Was muss bei einer Bildverarbeitung im Sinne des Datenschutzgesetzes beachtet werden?", "a": "Es braucht eine Rechtsgrundlage (Einwilligung, berechtigtes Interesse), Zweckbindung, Informationspflicht (z. B. Hinweisschilder bei Videoüberwachung), Speicherbegrenzung und Schutz vor unbefugtem Zugriff." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Urheberrecht“.", "a": "Das Recht, das geistiges Eigentum (z. B. Software, Texte, Bilder) schützt und dem Urheber exklusive Nutzungs-, Vervielfältigungs- und Verwertungsrechte einräumt." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen Datenschutzgesetz und Urheberrecht.", "a": "Das Datenschutzgesetz schützt personenbezogene Daten und die Privatsphäre von Personen, während das Urheberrecht geistiges Eigentum und schöpferische Werke vor unerlaubter Nutzung schützt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Passwort-Richtlinien“ und wer legt diese fest?", "a": "Regeln zu Passwortlänge, Komplexität, Gültigkeitsdauer und Wiederverwendung, die die IT-Sicherheit erhöhen sollen. Sie werden meist von der IT-Abteilung bzw. der Unternehmensleitung im Rahmen der Sicherheitsrichtlinien festgelegt." }, { "q": "Welche anderen Richtlinien in Unternehmen kennen Sie?", "a": "Z. B. Nutzungsrichtlinien für IT-Systeme/Internet, Backup-Richtlinien, Berechtigungskonzepte, Umgang mit mobilen Geräten (BYOD), Clean-Desk-Policy, Notfallpläne." }, { "q": "Warum werden unterschiedliche Berechtigungen vergeben und was ist ein „Berechtigungskonzept“?", "a": "Um das Prinzip der minimalen Rechtevergabe (Need-to-know) umzusetzen und Missbrauch bzw. Fehler zu vermeiden. Ein Berechtigungskonzept legt fest, welche Benutzer/Gruppen auf welche Ressourcen in welchem Umfang zugreifen dürfen." }, { "q": "Ist es sinnvoll alle Benutzer in einem Unternehmensnetzwerk mit administrativen Berechtigungen auszustatten?", "a": "Nein, das widerspricht dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe und erhöht das Risiko von Fehlkonfigurationen, Malware-Ausbreitung und Datenmissbrauch erheblich." }, { "q": "Welche Punkte des DSG sind für einen Systemadministrator zu beachten?", "a": "Zugriffsbeschränkung nach Need-to-know, Verschwiegenheitspflicht, sichere Speicherung und Übertragung von Daten, Protokollierung von Zugriffen, Mitwirkung bei Löschfristen und Meldung von Datenpannen." } ] }, { "name": "Angebot, Auftragsbestätigung, Rechnung, AGB, Lösungskonzepte", "questions": [ { "q": "Welche Merkmale muss ein rechtsgültiges Angebot enthalten?", "a": "Angaben zu Anbieter und Kunde, genaue Leistungs-/Produktbeschreibung, Preise, Zahlungs- und Lieferbedingungen, Gültigkeitsdauer sowie Datum und Unterschrift." }, { "q": "Welche Merkmale muss eine Rechnung gem. UStG §11 enthalten?", "a": "Name/Anschrift von Leistendem und Empfänger, UID-Nummer (ab bestimmten Beträgen), Ausstellungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Menge/Art der Leistung, Leistungszeitraum, Entgelt, Steuersatz und Steuerbetrag." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „AGB“.", "a": "Allgemeine Geschäftsbedingungen: vorformulierte Vertragsbedingungen, die ein Unternehmen für eine Vielzahl von Verträgen einheitlich verwendet, z. B. zu Zahlung, Lieferung, Gewährleistung und Haftung." }, { "q": "Welche Eigenschaften müssen Sie bei kundenorientierten Lösungskonzepten beachten?", "a": "Verständliche Sprache, genaue Bedarfsanalyse, klare Abgrenzung des Leistungsumfangs, realistische Kosten- und Zeitplanung sowie Berücksichtigung individueller Kundenanforderungen." }, { "q": "Welche Probleme können bei kundenorientierte Lösungskonzepten entstehen?", "a": "Missverständnisse über den Leistungsumfang, unrealistische Erwartungen, nachträgliche Änderungswünsche (Scope Creep), unklare Verantwortlichkeiten und Kostenüberschreitungen." }, { "q": "Erläutern Sie, weshalb kundenorientierte Lösungskonzepte schriftlich und nicht mündlich vereinbart werden sollten.", "a": "Schriftliche Vereinbarungen sind beweisbar, verbindlich und schaffen Klarheit über Leistungsumfang, Preise und Termine, wodurch Missverständnisse und rechtliche Streitigkeiten vermieden werden." } ] }, { "name": "Kalkulation Produkte und Stundensätze", "questions": [ { "q": "Was verstehen Sie unter einem „Rohertrag“?", "a": "Die Differenz zwischen Verkaufserlös und Wareneinsatz (Einkaufspreis), also der Deckungsbeitrag vor Abzug weiterer Kosten wie Personal, Miete etc." }, { "q": "Wie kalkulieren Sie Ihre Stundensätze?", "a": "Man ermittelt die Gesamtkosten (Personal-, Sach-, Gemeinkosten) und teilt diese durch die produktiv verrechenbaren Stunden, zuzüglich eines Gewinnaufschlags." }, { "q": "Was bedeutet „Frei Haus“, bzw. „Ab Werk“?", "a": "„Frei Haus“ bedeutet, dass der Verkäufer die Versandkosten und das Transportrisiko bis zum Kunden trägt. „Ab Werk“ bedeutet, dass der Käufer ab Übergabe im Werk für Transport, Kosten und Risiko verantwortlich ist." } ] }, { "name": "Projektplanung", "questions": [ { "q": "Was verstehen Sie unter einem Projekt?", "a": "Ein zeitlich begrenztes, einmaliges Vorhaben mit definiertem Ziel, festgelegten Ressourcen und einer eigenen Projektorganisation, das sich vom Tagesgeschäft abgrenzt." }, { "q": "Welche Spannungsfelder gibt es in einem Projekt?", "a": "Das magische Dreieck aus Zeit, Kosten und Qualität/Umfang – eine Änderung in einem Bereich wirkt sich auf die anderen aus." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Projektauftrag“.", "a": "Das offizielle Dokument, mit dem ein Projekt beauftragt wird; es enthält Ziele, Rahmenbedingungen, Budget, Termine und den Projektleiter." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Projektstrukturplan“.", "a": "Eine hierarchische Gliederung des Projekts in Teilaufgaben und Arbeitspakete, die den Gesamtumfang übersichtlich darstellt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Arbeitspaket“.", "a": "Die kleinste, nicht weiter unterteilte Einheit im Projektstrukturplan mit klar definiertem Ergebnis, Aufwand und Verantwortlichem." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Meilenstein“.", "a": "Ein wichtiges, terminiertes Zwischenereignis im Projektverlauf, das den Abschluss einer Phase oder eines wichtigen Ergebnisses markiert." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Projektmanagement“.", "a": "Die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mitteln zur Initiierung, Planung, Steuerung und dem Abschluss eines Projekts." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „primäres Projektziel“.", "a": "Das übergeordnete, wichtigste zu erreichende Ergebnis eines Projekts, an dem alle anderen (sekundären) Ziele ausgerichtet werden." }, { "q": "Erklären Sie aus welchen Gründen eine Projektorganisation aufgebaut wird.", "a": "Um klare Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege für die begrenzte Projektdauer zu schaffen und eine effiziente Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg zu ermöglichen." }, { "q": "Erklären Sie das Ziel einer Projektdokumentation.", "a": "Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, Ergebnissen und Änderungen sicherzustellen, Wissen zu sichern und die Grundlage für Nachfolgeprojekte oder Wartung zu schaffen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Struktogramm“.", "a": "Eine grafische Darstellung des Programmablaufs (Nassi-Shneiderman-Diagramm) mittels ineinander verschachtelter Blöcke ohne Sprunganweisungen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Ablaufdiagramm (Flowchart)“.", "a": "Eine grafische Darstellung eines Prozesses oder Programmablaufs mit standardisierten Symbolen (Start/Ende, Verarbeitung, Entscheidung) und Pfeilen für den Ablauf." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen Pflichtenheft und Lastenheft.", "a": "Das Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, WAS gefordert wird (Anforderungen). Das Pflichtenheft beschreibt aus Sicht des Auftragnehmers, WIE die Anforderungen umgesetzt werden." }, { "q": "Nennen Sie Eigenschaften welche ein Projektleiter haben sollte.", "a": "Führungs- und Kommunikationsstärke, Organisationstalent, Entscheidungsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Fachkompetenz und Belastbarkeit." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen einem firmeninternen Projekt und einem firmenexternen Projekt.", "a": "Ein firmeninternes Projekt wird für das eigene Unternehmen durchgeführt (z. B. interne IT-Migration), ein firmenexternes Projekt für einen Kunden gegen Bezahlung." }, { "q": "Welche Punkte müssen bei der Projektkostenplanung berücksichtigt werden?", "a": "Personalkosten, Materialkosten, Sachkosten, externe Dienstleistungen, Reserven für Risiken sowie laufende Betriebskosten nach Projektabschluss." }, { "q": "Welche agilen Vorgehensmodelle kennen Sie?", "a": "Scrum, Kanban, Extreme Programming (XP) und SAFe." } ] }, { "name": "Ergonomie", "questions": [ { "q": "Nennen Sie 3 körperliche Entspannungsübungen.", "a": "Schulter- und Nackenkreisen, Dehnübungen für Rücken und Handgelenke, kurze Augenübungen (Fokuswechsel nah/fern)." }, { "q": "Nennen Sie 3 Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von körperlichen Schäden.", "a": "Regelmäßige Bewegungspausen, ergonomische Sitzhaltung/Möbel und ausreichende Beleuchtung ohne Blendung." }, { "q": "Sie richten ein Büro mit 5 Computer-Arbeitsplätzen ein. Nennen Sie 4 ergonomische Aspekte, welche Sie bei der Einrichtung beachten müssen.", "a": "Höhenverstellbare Tische und Stühle, blendfreie/indirekte Beleuchtung, ausreichender Abstand zum Bildschirm (ca. 50-70 cm), sowie genügend Bewegungsfreiheit und Beinraum." }, { "q": "Nennen Sie 2 ergonomische Hilfsmittel für einen Computer-Arbeitsplatz.", "a": "Handgelenkauflage für Tastatur/Maus und ein höhenverstellbarer Monitorarm bzw. Fußstütze." }, { "q": "Erklären Sie, wie die „korrekte Haltung am Computer-Arbeitsplatz“ sein sollte.", "a": "Oberschenkel waagrecht, Füße flach am Boden, Rücken aufrecht und angelehnt, Unterarme waagrecht auf Tischhöhe, Bildschirmoberkante auf Augenhöhe und Blickrichtung leicht nach unten." } ] }, { "name": "Dokumentation", "questions": [ { "q": "Nennen Sie die wichtigsten Punkte, weshalb Sie IT-Systeme (Software, Netzwerk) dokumentieren.", "a": "Nachvollziehbarkeit für andere Techniker, schnellere Fehlersuche, Wissenssicherung bei Personalwechsel, Grundlage für Wartung/Erweiterung und Nachweis gegenüber Kunden/Audits." }, { "q": "Nennen Sie wesentliche Punkte, welche bei der Dokumentation von Software eingehalten werden müssen.", "a": "Vollständigkeit, Aktualität, verständliche Sprache, Versionierung, einheitliche Struktur und Nachvollziehbarkeit von Änderungen." }, { "q": "Nennen Sie wesentliche Punkte, welche bei der technischen Dokumentation beachtet werden müssen.", "a": "Genauigkeit der technischen Angaben, Übersichtlichkeit (Diagramme/Pläne), Aktualität, Zielgruppengerechtheit und Nachvollziehbarkeit." }, { "q": "Erklären Sie, welche Punkte bei einem Benutzerhandbuch beachtet werden müssen.", "a": "Verständliche, nicht-technische Sprache für Endanwender, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Screenshots/Grafiken, ein Inhaltsverzeichnis/Index und ein FAQ-/Fehlerbehandlungsteil." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Systemdokumentation“ anhand eines Softwarebeispiels.", "a": "Beschreibt Aufbau, Architektur, Konfiguration und Datenflüsse einer Software, z. B. bei einem ERP-System die Module, Schnittstellen, Datenbankstruktur und Konfigurationsparameter." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Systemdokumentation“ anhand eines Hardwarebeispiels.", "a": "Beschreibt Aufbau und Konfiguration von Hardware, z. B. bei einem Server das Rack-Layout, verbaute Komponenten, IP-Adressierung, Kabelverbindungen und BIOS/RAID-Einstellungen." }, { "q": "Erklären Sie die Vor- und Nachteile einer Systemdokumentation.", "a": "Vorteile: schnellere Fehlerbehebung, Wissenssicherung, erleichterte Einarbeitung. Nachteile: Erstellungs- und Pflegeaufwand, Gefahr der Veraltung bei fehlender Aktualisierung." }, { "q": "Was verstehen Sie unter einem Notfallplan bzw. Notfallhandbuch?", "a": "Eine Dokumentation mit konkreten Handlungsanweisungen für Notfälle (z. B. Ausfall, Cyberangriff, Brand), die Zuständigkeiten, Wiederherstellungsschritte und Kontakte festlegt, um den Betrieb schnellstmöglich wiederherzustellen." } ] }, { "name": "Anwenderschulung", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Anwenderschulung“.", "a": "Eine gezielte Wissensvermittlung an Endanwender, damit diese eine Software oder ein System korrekt und effizient nutzen können." }, { "q": "Welche Eigenschaften müssen bei der Durchführung von Anwenderschulungen beachtet werden?", "a": "Zielgruppengerechte Sprache, praxisnahe Beispiele, angemessenes Tempo, Interaktivität/Übungen und ausreichend Zeit für Fragen." }, { "q": "Welche Medien können bzw. sollten Sie für Anwenderschulungen verwenden?", "a": "Präsentationen, Live-Demonstrationen, schriftliche Handbücher/Checklisten, Videos/Screencasts sowie praktische Übungen an Testsystemen." }, { "q": "Erklären Sie die chronologische Vorgehensweise bei der Planung einer Anwenderschulung anhand eines Beispiels.", "a": "Bedarfsanalyse (z. B. neue Software wird eingeführt) → Zielgruppe und Lernziele festlegen → Inhalte/Unterlagen erstellen → Termin, Ort und Medien organisieren → Einladung versenden." }, { "q": "Erklären Sie die chronologische Vorgehensweise bei der Durchführung einer Anwenderschulung anhand eines Beispiels.", "a": "Begrüßung und Zielvorstellung → theoretische Einführung → praktische Demonstration → eigenständige Übungen der Teilnehmer → Fragerunde und Feedback → Zusammenfassung und Bereitstellung von Unterlagen." } ] } ] }, { "id": 2, "title": "Arbeitssicherheit und Schutzmaßnahmen", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie die Wirkungsweise und Gefahren des elektrischen Stroms.", "a": "Strom durchfließt den Körper und kann Muskelverkrampfungen (Herzkammerflimmern), Verbrennungen und Atemstillstand verursachen. Die Gefährdung hängt von Stromstärke, Stromweg durch den Körper, Dauer und Frequenz ab." }, { "q": "Wie verhalten Sie sich bei einem Elektrounfall und welche Maßnahmen setzen Sie (Reihenfolge)?", "a": "1. Eigenschutz beachten, Stromquelle abschalten oder Person mit nichtleitendem Gegenstand von der Quelle trennen. 2. Notruf absetzen (144). 3. Erste Hilfe leisten (Atmung/Puls prüfen, ggf. Reanimation). 4. Bei Bewusstsein: stabile Seitenlage/betreuen bis Rettung eintrifft." }, { "q": "Erklären Sie die Gefahren eines Brandes und das richtige Verhalten im Brandfall (Reihenfolge).", "a": "Gefahren sind Rauchvergiftung, Hitze/Verbrennungen und Flammenausbreitung. Verhalten: 1. Ruhe bewahren, Alarm auslösen. 2. Personen warnen/in Sicherheit bringen. 3. Notruf (122) absetzen. 4. Wenn gefahrlos möglich, Entstehungsbrand mit geeignetem Löschmittel bekämpfen. 5. Gebäude über gekennzeichnete Fluchtwege verlassen, keine Aufzüge benutzen." }, { "q": "Welche Unterschiede und Einsatzbereiche gibt es bei CO2- und Pulver-Feuerlöschern?", "a": "CO2-Löscher verdrängen Sauerstoff und hinterlassen keine Rückstände, geeignet für elektrische Anlagen und empfindliche Geräte (Brandklasse B). Pulverlöscher wirken durch Reaktionsunterbrechung, sind vielseitig einsetzbar (Brandklassen A, B, C), hinterlassen aber Rückstände, die Elektronik beschädigen können." }, { "q": "Wie ist die richtige Verwendung von Feuerlöschern bei elektrischen Anlagen?", "a": "Es sollten CO2-Löscher verwendet werden, da sie rückstandsfrei löschen; ein Mindestabstand zur Anlage ist einzuhalten und die Anlage sollte nach Möglichkeit vorher spannungsfrei geschaltet werden." }, { "q": "Erklären Sie den richtigen Umgang und die korrekte Lagerung von Akkus oder Batterien.", "a": "Lagerung kühl, trocken, vor direkter Sonne geschützt, nicht vollständig entladen oder überladen, keine mechanische Beschädigung, unterschiedliche Batterietypen getrennt lagern und beschädigte Akkus (z. B. Lithium) in speziellen Behältern isolieren." }, { "q": "Wie erfolgt die umweltgerechte Entsorgung von Elektronikschrott, Toner, Akkus oder Batterien?", "a": "Über spezielle Sammelstellen, Wertstoffhöfe oder Rücknahmesysteme des Handels; diese Stoffe dürfen nicht im Restmüll entsorgt werden, da sie Schadstoffe enthalten." }, { "q": "Welche Kerninhalte und Schutzziele verfolgen die arbeitsrechtlichen Gesetze KJBG, ASchG und GlBG?", "a": "Das KJBG (Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsgesetz) schützt Jugendliche vor gefährlichen/übermäßigen Arbeiten. Das ASchG (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz) regelt Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz allgemein. Das GlBG (Gleichbehandlungsgesetz) schützt vor Diskriminierung, u. a. aufgrund Geschlecht, Alter oder Herkunft, im Arbeitsverhältnis." } ] } ] }, { "id": 3, "title": "Netzwerktechnik", "subcategories": [ { "name": "Grundlagen", "questions": [ { "q": "Was ist eine IP-Adresse?", "a": "Eine eindeutige logische Adresse, die einem Gerät in einem IP-Netzwerk zugewiesen wird, um es adressierbar zu machen (Schicht 3 des OSI-Modells)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „MAC-Adresse“.", "a": "Eine weltweit eindeutige, herstellerseitig vergebene Hardware-Adresse einer Netzwerkschnittstelle (48 Bit), die auf Schicht 2 zur physischen Adressierung verwendet wird." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen einer v4 und v6 IP-Adresse.", "a": "IPv4 ist 32 Bit lang (ca. 4,3 Mrd. Adressen, dezimal in 4 Blöcken dargestellt), IPv6 ist 128 Bit lang (praktisch unbegrenzter Adressraum, hexadezimal in 8 Blöcken dargestellt) und bietet u. a. eingebaute Sicherheit und vereinfachtes Auto-Konfigurieren." }, { "q": "Erklären Sie den Aufbau einer IPv4-Adresse.", "a": "32 Bit, unterteilt in 4 Oktette (je 8 Bit, 0-255), dezimal durch Punkte getrennt geschrieben, z. B. 192.168.1.1. Sie besteht aus einem Netz- und einem Hostanteil, bestimmt durch die Subnetzmaske." }, { "q": "Erklären Sie den Aufbau einer IPv6-Adresse.", "a": "128 Bit, unterteilt in 8 Blöcke à 16 Bit, hexadezimal geschrieben und durch Doppelpunkt getrennt, z. B. 2001:0db8:85a3::8a2e:0370:7334. Führende Nullen und aufeinanderfolgende Nullblöcke können abgekürzt werden (::)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Netzwerkmaske bzw. Subnetzmaske“.", "a": "Definiert, welcher Teil einer IP-Adresse zum Netzanteil und welcher zum Hostanteil gehört, z. B. 255.255.255.0." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „CIDR (Classless Inter-Domain Routing)“.", "a": "Eine Notation zur Angabe der Subnetzmaske als Anzahl der Netzbits nach einem Schrägstrich, z. B. 192.168.1.0/24, wodurch flexible, klassenlose Netzaufteilungen möglich sind." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Broadcast-Adresse“.", "a": "Die höchste Adresse in einem Subnetz (Hostanteil nur Einsen), an die eine Nachricht an alle Geräte im gleichen Netz gesendet wird." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Multicast-Adresse“.", "a": "Eine Adresse, mit der Daten gezielt an eine Gruppe von interessierten Empfängern (nicht alle, nicht nur einen) gesendet werden, z. B. für Streaming." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „ARP-Protokoll“ und seine Funktion.", "a": "Address Resolution Protocol: löst im lokalen Netz die IP-Adresse eines Geräts in dessen physische MAC-Adresse auf, damit Frames auf Schicht 2 zugestellt werden können." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „ICMP-Protokoll“ und seine Funktion.", "a": "Internet Control Message Protocol: dient der Übermittlung von Statusmeldungen und Fehlerinformationen in IP-Netzwerken, z. B. bei ping (Echo Request/Reply) oder wenn ein Ziel nicht erreichbar ist." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Frame“.", "a": "Die Dateneinheit der Sicherungsschicht (Schicht 2), die Nutzdaten mit Quell-/Ziel-MAC-Adresse, Header und Prüfsumme kapselt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Port-Forwarding“ und für was es eingesetzt wird.", "a": "Die Weiterleitung von eingehenden Anfragen auf einem bestimmten Port des Routers/der Firewall an ein internes Gerät im lokalen Netz, z. B. um einen internen Server von außen (Internet) erreichbar zu machen." } ] }, { "name": "OSI-Schichtenmodell", "questions": [ { "q": "Wie viele Schichten enthält das OSI-Schichtenmodell?", "a": "Sieben Schichten." }, { "q": "Nennen Sie die Namen der einzelnen Schichten und welche Funktionen sie erfüllen.", "a": "1. Bitübertragung (physikalische Übertragung), 2. Sicherung (Frames, MAC-Adressierung), 3. Vermittlung (Routing, IP-Adressierung), 4. Transport (Ende-zu-Ende-Verbindung, TCP/UDP), 5. Sitzung (Verbindungsaufbau/-verwaltung), 6. Darstellung (Datenformat, Verschlüsselung), 7. Anwendung (Schnittstelle zu Anwendungsprogrammen)." }, { "q": "Erklären Sie das TCP/IP-Schichtenmodell im Vergleich zum OSI-Schichtenmodell.", "a": "Das TCP/IP-Modell hat nur 4 Schichten (Netzzugang, Internet, Transport, Anwendung) und fasst mehrere OSI-Schichten zusammen: Netzzugang entspricht OSI 1+2, Internet entspricht OSI 3, Transport entspricht OSI 4, Anwendung entspricht OSI 5-7." } ] }, { "name": "Verkabelung", "questions": [ { "q": "Welche Standardgröße wird meistens für Netzwerkschränke verwendet?", "a": "19-Zoll-Racks, Höhe in Höheneinheiten (HE) angegeben." }, { "q": "Welche Netzwerktopologien kennen Sie?", "a": "Bus-, Stern-, Ring-, Baum- und Maschentopologie." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff TP-Kabel.", "a": "Twisted-Pair-Kabel: bestehen aus paarweise verdrillten Kupferadern zur Übertragung elektrischer Signale in Netzwerken (z. B. Ethernet)." }, { "q": "Wozu werden einzelne Adernpaare verdrillt?", "a": "Um elektromagnetische Störeinflüsse (Übersprechen, äußere Störungen) durch Signalauslöschung zu reduzieren." }, { "q": "Welche unterschiedlichen TP-Kabel kennen Sie?", "a": "UTP (ungeschirmt), STP/FTP (geschirmt, foliengeschirmt), S/FTP (Paar- und Gesamtschirmung) in Kategorien wie Cat5e, Cat6, Cat6a, Cat7, Cat8." }, { "q": "Wie viel beträgt die maximale Kabellänge von Kupfer-Netzwerkkabeln?", "a": "100 Meter für ein Segment (herstellerabhängig oft 90 m Kabel + 10 m für Patchkabel)." }, { "q": "Wie kann ein Cat7 Kabel verlängert werden?", "a": "Durch den Einsatz eines aktiven Zwischengeräts wie eines Switches/Repeaters, da eine reine Verlängerung über 100 m mit Kupfer nicht sinnvoll ist; alternativ auf Glasfaser umsteigen." }, { "q": "Nennen Sie den Unterschied von Cat5e und Cat7.", "a": "Cat5e unterstützt bis 1 Gbit/s bei 100 MHz Bandbreite, Cat7 unterstützt bis 10 Gbit/s bei 600 MHz Bandbreite und ist zusätzlich paarweise geschirmt (S/FTP), wodurch es störunanfälliger ist." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „RJ45“.", "a": "Ein 8-poliger Steckverbinder-Standard für Twisted-Pair-Netzwerkkabel, der an Switches, Routern und Netzwerkkarten verwendet wird." }, { "q": "Erklären Sie die Vorteile von Patchpanel und Patchdosen.", "a": "Sie ermöglichen eine übersichtliche, strukturierte Verkabelung, erleichtern Umsteckungen und Fehlersuche, schützen die feste Gebäudeverkabelung und erlauben flexible Netzwerkänderungen ohne Neuverlegung." }, { "q": "Erklären Sie den Aufbau eines Koaxialkabels.", "a": "Ein Innenleiter (Kupferdraht), umgeben von einer Isolierschicht, einem Geflecht-/Folienschirm als Außenleiter und einem äußeren Isoliermantel." }, { "q": "Erklären Sie den Aufbau eines LWL-Kabels.", "a": "Ein Glasfaserkern, umgeben vom Mantel (Cladding) mit niedrigerem Brechungsindex zur Totalreflexion des Lichts, darüber Coating, Verstärkungsfasern und ein Außenmantel." }, { "q": "Welche Arten von LWL-Kabeln kennen Sie?", "a": "Singlemode (Monomode) und Multimode Glasfaserkabel." }, { "q": "Wozu wird ein LWL-Kabel mit einem Kerndurchmesser von 125/50µ verwendet?", "a": "Das ist ein Multimode-Kabel (50µ Kerndurchmesser), das für kürzere Distanzen (z. B. Gebäude-/Campusverkabelung) mit kostengünstigeren Sendern eingesetzt wird." }, { "q": "Wozu wird ein LWL-Kabel mit einem Kerndurchmesser von 125/3 bis 9 µ verwendet?", "a": "Das ist ein Singlemode-Kabel mit sehr kleinem Kerndurchmesser, das für sehr lange Übertragungsstrecken (Weitverkehrsnetze, Backbones) mit Laserlicht eingesetzt wird." }, { "q": "Was für eine Wellenlänge wird üblicherweise bei Singlemode-Kabeln verwendet?", "a": "1310 nm oder 1550 nm." }, { "q": "Was für eine Wellenlänge wird üblicherweise bei Multimode-Kabeln verwendet?", "a": "850 nm oder 1300 nm." }, { "q": "Was verstehen Sie unter der Bezeichnung z.B. OM4, OS2, uä.", "a": "Genormte Kategorien für Glasfaserkabel: OM (Optical Multimode, z. B. OM3, OM4 für Multimode) und OS (Optical Singlemode, z. B. OS1, OS2 für Singlemode), die Qualität und Übertragungsleistung klassifizieren." }, { "q": "Wie hoch ist die maximale Übertragungsdistanz bei Singlemode-Kabeln?", "a": "Mehrere zehn bis über 100 Kilometer, abhängig von Sender/Empfänger (Transceiver)." }, { "q": "Wie hoch ist die maximale Übertragungsdistanz bei Multimode-Kabeln?", "a": "In der Regel bis ca. 300-550 Meter, abhängig von Kabeltyp (OM3/OM4) und Datenrate." }, { "q": "Welche Vorteile bzw Nachteile bieten LWL-Kabel?", "a": "Vorteile: sehr hohe Bandbreiten, große Reichweiten, immun gegen elektromagnetische Störungen, kein Blitzschutzproblem. Nachteile: höhere Kosten für Material/Verlegung, empfindlicher bei mechanischer Belastung, aufwändigere Spleiß-/Steckertechnik." }, { "q": "Wo werden Lichtwellenleiter eingesetzt?", "a": "In Backbone-Verkabelungen, Rechenzentren, bei großen Distanzen (Campus/Standortvernetzung) und überall dort, wo hohe Bandbreiten oder Störfestigkeit benötigt werden." }, { "q": "Welche Typen von LWL-Steckverbindern kennen Sie?", "a": "LC, SC, ST und FC-Stecker." }, { "q": "Was versteht man unter dem Begriff „Dark-Fibre“?", "a": "Unbenutzte, vom Netzbetreiber verlegte Glasfaserleitungen, die vom Kunden gemietet und selbst mit eigener Übertragungstechnik betrieben werden können." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Dispersion“ im Zusammenhang mit Lichtwellenleitern.", "a": "Die Verbreiterung eines Lichtimpulses während der Übertragung durch die Faser, wodurch Signale bei langen Strecken/hohen Bitraten verzerrt bzw. unlesbar werden können." } ] }, { "name": "Hardware", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Switch“.", "a": "Ein Netzwerkgerät, das Datenpakete anhand der MAC-Adresse gezielt an den richtigen Port weiterleitet (Schicht 2) und dadurch Kollisionsdomänen trennt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Hub“.", "a": "Ein einfaches Netzwerkgerät (Schicht 1), das eingehende Signale an alle angeschlossenen Ports weiterleitet, ohne Adressen auszuwerten – heute veraltet." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Repeater“.", "a": "Ein Gerät, das elektrische/optische Signale verstärkt und regeneriert, um größere Übertragungsdistanzen zu ermöglichen (Schicht 1)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Router“.", "a": "Ein Gerät, das Datenpakete zwischen verschiedenen Netzwerken anhand von IP-Adressen weiterleitet (Schicht 3) und Routing-Entscheidungen trifft." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Bridge“.", "a": "Ein Gerät, das zwei Netzwerksegmente auf Schicht 2 verbindet und Datenverkehr anhand von MAC-Adressen filtert, um Kollisionsdomänen zu trennen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „asymmetrisches Switching“.", "a": "Verbindung von Ports mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten an einem Switch (z. B. 1 Gbit/s Uplink-Port und mehrere 100 Mbit/s Access-Ports), wobei ein Pufferspeicher die Geschwindigkeitsunterschiede ausgleicht." }, { "q": "Was bedeutet der Begriff „PoE“ bzw. FPoE und wo wird es eingesetzt?", "a": "Power over Ethernet: Stromversorgung eines Endgeräts über das Netzwerkkabel, z. B. für IP-Telefone, WLAN-Access-Points oder Kameras. FPoE (Fast PoE) ist eine herstellerspezifische Variante mit modifiziertem Timing für schnelleres Hochfahren." }, { "q": "Für was wird ein „Gateway“ benötigt und auf welchen Geräten wird dieses konfiguriert?", "a": "Ein Gateway ist der Übergangspunkt zwischen unterschiedlichen Netzwerken (z. B. LAN zu Internet); es wird als IP-Adresse auf Endgeräten (Clients, Servern) konfiguriert und meist von einem Router bereitgestellt." }, { "q": "In welcher OSI-Schicht arbeitet üblicherweise ein Switch?", "a": "Schicht 2 (Sicherungsschicht); Layer-3-Switches können zusätzlich auch auf Schicht 3 arbeiten." }, { "q": "In welcher OSI-Schicht arbeitet üblicherweise ein Router?", "a": "Schicht 3 (Vermittlungsschicht)." } ] }, { "name": "LAN, WAN, WLAN, VLAN", "questions": [ { "q": "Erklären Sie die Begriffe LAN und WAN inklusive ihrer Unterschiede.", "a": "LAN (Local Area Network) ist ein räumlich begrenztes Netzwerk, z. B. innerhalb eines Gebäudes. WAN (Wide Area Network) verbindet räumlich weit entfernte Netzwerke, z. B. über Städte/Länder hinweg, meist über gemietete Leitungen oder das Internet." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff WLAN.", "a": "Wireless LAN: ein lokales Funknetzwerk, das mittels Funktechnik (nach IEEE 802.11-Standards) den Zugriff auf ein Netzwerk ohne Kabel ermöglicht." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff VLAN.", "a": "Virtual LAN: eine logische Segmentierung eines physischen Netzwerks in mehrere getrennte Broadcast-Domänen, unabhängig von der physischen Verkabelung, meist über 802.1q Tagging umgesetzt." }, { "q": "Ist ein WLAN einem LAN oder einem WAN zuzuordnen? Begründen Sie.", "a": "Einem LAN, da es sich meist um ein räumlich begrenztes lokales Netzwerk handelt, unabhängig vom Übertragungsmedium (Funk statt Kabel)." }, { "q": "Ist ein VLAN einem LAN oder einem WAN zuzuordnen? Begründen Sie.", "a": "Einem LAN, da es eine logische Unterteilung eines lokalen Netzwerks darstellt, auch wenn es sich über mehrere physische Standorte erstrecken kann." }, { "q": "Erklären Sie den Netzwerkdienst „MPLS“ welcher von Providern zur Verfügung gestellt wird.", "a": "Multiprotocol Label Switching: eine Technik, bei der Datenpakete anhand kurzer Labels statt vollständiger IP-Header schnell durch das Providernetz vermittelt werden, um garantierte Bandbreiten und Priorisierung (QoS) für Standortvernetzungen zu bieten." }, { "q": "Erklären Sie den Netzwerkdienst „Leased Line“ welcher von Providern zur Verfügung gestellt wird.", "a": "Eine dedizierte, gemietete Standleitung zwischen zwei Standorten mit fester, garantierter Bandbreite, die exklusiv nur dem Kunden zur Verfügung steht." }, { "q": "Welche Bandbreiten und Normen im Bereich WLAN kennen Sie?", "a": "802.11a/b/g/n/ac/ax (Wi-Fi 4/5/6) mit Bandbreiten von wenigen Mbit/s bis zu mehreren Gbit/s, im 2,4-GHz- und 5-GHz- (bzw. 6-GHz-) Frequenzband." }, { "q": "Was ist eine SSID?", "a": "Service Set Identifier: der Name eines WLAN-Netzwerks, mit dem sich Clients bei der Verbindungsauswahl identifizieren." }, { "q": "Welche Authentifizierungsmethoden gibt es im Bereich WLAN?", "a": "Offenes System (ohne Authentifizierung), Pre-Shared Key (WPA2/WPA3-Personal) und 802.1X/RADIUS-basierte Authentifizierung (WPA2/WPA3-Enterprise)." }, { "q": "Welche Möglichkeiten zur Verschlüsselung von einem WLAN gibt es?", "a": "WEP (veraltet, unsicher), WPA, WPA2 (AES/CCMP) und WPA3 als aktueller Sicherheitsstandard." }, { "q": "Was ist „Richtfunk“ und wo wird es eingesetzt?", "a": "Eine drahtlose Punkt-zu-Punkt-Übertragung mittels gebündelter Funk- oder Laserstrahlen, die zur Überbrückung größerer Distanzen ohne Kabelverlegung eingesetzt wird, z. B. zwischen Gebäuden oder Standorten mit Sichtverbindung." }, { "q": "Warum wird z.b. bei einem Hotel / einer Produktionsfirma ein VLAN eingerichtet?", "a": "Um unterschiedliche Bereiche logisch zu trennen (z. B. Gäste-WLAN von internem Verwaltungsnetz, oder Produktionsanlagen von Büronetzwerk), die Sicherheit zu erhöhen, Broadcast-Verkehr zu reduzieren und die Netzwerkstruktur übersichtlicher zu gestalten." } ] }, { "name": "Protokolle - Schichten 1 und 2", "questions": [ { "q": "Erklären Sie das Zugriffsverfahren „Token Passing“.", "a": "Ein deterministisches Zugriffsverfahren, bei dem ein spezielles Datenpaket (Token) im Ring/Netzwerk zirkuliert; nur der Besitzer des Tokens darf senden, wodurch Kollisionen vermieden werden." }, { "q": "Erklären Sie das Zugriffsverfahren „CSMA/CD“.", "a": "Carrier Sense Multiple Access / Collision Detection: Geräte prüfen vor dem Senden, ob die Leitung frei ist; bei einer erkannten Kollision wird der Sendevorgang abgebrochen und nach einer zufälligen Wartezeit wiederholt (klassisches Ethernet-Zugriffsverfahren, bei Vollduplex nicht mehr nötig)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „100baseT“.", "a": "Ein Ethernet-Standard (Fast Ethernet) mit 100 Mbit/s über Twisted-Pair-Kupferkabel." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „1000baseTX“.", "a": "Ein Gigabit-Ethernet-Standard mit 1000 Mbit/s über Twisted-Pair-Kupferkabel (üblicherweise als 1000BASE-T bezeichnet)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „1000baseSX“.", "a": "Ein Gigabit-Ethernet-Standard über Multimode-Glasfaser mit kurzer Wellenlänge (850 nm) für kürzere Distanzen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „1000baseLX“.", "a": "Ein Gigabit-Ethernet-Standard über Glasfaser (meist Singlemode, auch Multimode) mit langer Wellenlänge (1310 nm) für größere Distanzen." }, { "q": "Wozu dient das „Spanning-Tree“ Protokoll?", "a": "Es verhindert Schleifen (Loops) in vermaschten Switch-Netzwerken, indem es redundante Pfade logisch deaktiviert und bei Ausfall automatisch reaktiviert." }, { "q": "Was bedeutet „Root Bridge“ im Spanning-Tree Protokoll?", "a": "Der zentrale Referenz-Switch im Spanning-Tree, von dem aus die kürzesten Pfade zu allen anderen Switches berechnet werden; er wird anhand der niedrigsten Bridge-ID gewählt." }, { "q": "Was definiert die Norm 802.1q?", "a": "Den Standard für VLAN-Tagging in Ethernet-Netzwerken, der festlegt, wie VLAN-Kennungen in den Ethernet-Frame eingefügt werden." }, { "q": "Was versteht man unter einem Tagged Ethernet Frame?", "a": "Ein Ethernet-Frame, dem ein zusätzliches VLAN-Tag (nach 802.1q) mit VLAN-ID eingefügt wurde, damit Switches den Frame dem richtigen VLAN zuordnen können." } ] }, { "name": "Protokolle - Schichten 3 und 4", "questions": [ { "q": "Nennen Sie verschiedene Netzwerkprotokolle der Schichten 3 und 4.", "a": "Schicht 3: IP, ICMP, IPSec, ARP (grenzwertig 2/3). Schicht 4: TCP, UDP." }, { "q": "Nennen Sie die Protokolle und Funktionen der TCP/IP Familie.", "a": "IP (Adressierung/Routing), TCP (verbindungsorientierte, zuverlässige Übertragung), UDP (verbindungslose, schnelle Übertragung), ICMP (Statusmeldungen), sowie darauf aufbauend HTTP, FTP, DNS, DHCP, SMTP etc." }, { "q": "Wie gliedert sich der TCP/IP Protokollstack in das OSI-Schichtenmodell ein?", "a": "Die TCP/IP-Schicht Netzzugang entspricht OSI-Schicht 1+2, Internet entspricht OSI-Schicht 3, Transport entspricht OSI-Schicht 4, Anwendung entspricht OSI-Schicht 5-7." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen TCP und UDP.", "a": "TCP ist verbindungsorientiert, sichert Reihenfolge und Zustellung durch Bestätigungen (zuverlässig, aber langsamer). UDP ist verbindungslos, ohne Fehlerkorrektur/Bestätigung, dafür schneller und mit weniger Overhead (z. B. für Streaming, DNS)." }, { "q": "Erklären Sie den Aufbau eines TCP Headers.", "a": "Enthält u. a. Quell- und Ziel-Port, Sequenz- und Bestätigungsnummer, Flags (SYN, ACK, FIN etc.), Fenstergröße, Prüfsumme und optionale Felder – insgesamt mindestens 20 Byte." }, { "q": "Erklären Sie den Aufbau eines UDP Headers.", "a": "Enthält Quell-Port, Ziel-Port, Länge und Prüfsumme – insgesamt nur 8 Byte, deutlich schlanker als der TCP-Header." }, { "q": "Was ist ein „NAT“?", "a": "Network Address Translation: die Umsetzung privater interner IP-Adressen auf eine (oder mehrere) öffentliche IP-Adresse(n), z. B. beim Übergang vom LAN ins Internet." }, { "q": "Was ist ein „PAT“?", "a": "Port Address Translation: eine Variante von NAT, bei der mehrere interne Geräte sich eine einzige öffentliche IP-Adresse teilen, unterschieden durch verschiedene Portnummern." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „IPSEC“.", "a": "Ein Protokollsuite zur Verschlüsselung und Authentifizierung von IP-Paketen auf Schicht 3, häufig zum Aufbau sicherer VPN-Tunnel eingesetzt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „ICMP“.", "a": "Internet Control Message Protocol, dient zur Übermittlung von Diagnose- und Fehlermeldungen in IP-Netzwerken, z. B. genutzt von ping und traceroute." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „MTU“.", "a": "Maximum Transmission Unit: die maximale Größe eines Datenpakets, die über ein bestimmtes Übertragungsmedium ohne Fragmentierung übertragen werden kann (bei Ethernet üblicherweise 1500 Byte)." }, { "q": "Erklären Sie den Windows Befehl „ping“.", "a": "Sendet ICMP-Echo-Request-Pakete an ein Zielgerät und misst, ob und wie schnell eine Antwort zurückkommt, um die Erreichbarkeit zu testen." }, { "q": "Erklären Sie den Windows Befehl „netstat“.", "a": "Zeigt aktive Netzwerkverbindungen, offene Ports und Statistiken der Netzwerkschnittstellen des lokalen Rechners an." }, { "q": "Erklären Sie den Windows Befehl „ipconfig“.", "a": "Zeigt die aktuelle IP-Konfiguration (IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway) an und kann u. a. zum Erneuern/Freigeben der DHCP-Konfiguration genutzt werden (ipconfig /renew, /release)." }, { "q": "Erklären Sie den Windows Befehl „tracert“.", "a": "Zeigt den Weg (alle Zwischenstationen/Router, Hops) eines Pakets zu einem Ziel sowie die jeweilige Laufzeit an." }, { "q": "Erklären Sie den Linux Befehl „ifconfig“.", "a": "Zeigt bzw. konfiguriert die Netzwerkschnittstellen unter Linux (IP-Adresse, Status) – entspricht in etwa ipconfig unter Windows, gilt mittlerweile als veraltet (abgelöst durch ip)." }, { "q": "Erklären Sie den Linux Befehl „traceroute“.", "a": "Das Linux-Pendant zu tracert; zeigt den Weg eines Pakets über alle Zwischenrouter zum Ziel sowie die jeweiligen Laufzeiten." }, { "q": "Erklären Sie den Linux Befehl „ip“.", "a": "Ein moderneres, vielseitiges Linux-Kommando zur Anzeige und Konfiguration von Netzwerkschnittstellen, Routen und ARP-Tabellen (z. B. ip addr, ip route)." }, { "q": "Erklären Sie den Befehl „nslookup“.", "a": "Ein Kommandozeilentool zur Abfrage von DNS-Servern, um z. B. die IP-Adresse zu einem Domainnamen (oder umgekehrt) zu ermitteln." } ] }, { "name": "Protokolle - Schichten 5 bis 7", "questions": [ { "q": "Erklären Sie das DHCP-Protokoll.", "a": "Dynamic Host Configuration Protocol: vergibt automatisch IP-Adressen und weitere Netzwerkparameter (Subnetzmaske, Gateway, DNS) an Clients im Netzwerk, meist über den Ablauf Discover-Offer-Request-Acknowledge (DORA)." }, { "q": "Erklären Sie das DNS bzw. WINS-Protokoll.", "a": "DNS (Domain Name System) löst Domainnamen in IP-Adressen auf und umgekehrt. WINS (Windows Internet Name Service) ist ein älterer Dienst, der NetBIOS-Namen in IP-Adressen auflöst, vor allem in älteren Windows-Netzwerken." }, { "q": "Erklären Sie das HTTP bzw. HTTPS-Protokoll.", "a": "HTTP (Hypertext Transfer Protocol) überträgt Webseiteninhalte unverschlüsselt zwischen Client und Server. HTTPS ist die verschlüsselte Variante über TLS/SSL, die Vertraulichkeit und Integrität der Übertragung sicherstellt." }, { "q": "Erklären Sie das SMTP / POP3 / IMAP-Protokoll.", "a": "SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) versendet E-Mails zwischen Mailservern bzw. vom Client zum Server. POP3 lädt E-Mails vom Server herunter und löscht sie meist dort. IMAP synchronisiert E-Mails zwischen Server und mehreren Clients, wobei die Nachrichten am Server verbleiben." }, { "q": "Erklären Sie das TELNET bzw. SSH-Protokoll.", "a": "Telnet ermöglicht eine unverschlüsselte Remote-Terminalverbindung zu einem entfernten Gerät. SSH (Secure Shell) bietet die gleiche Funktion, jedoch verschlüsselt und mit Authentifizierung, weshalb es Telnet aus Sicherheitsgründen weitgehend abgelöst hat." }, { "q": "Erklären Sie das FTP bzw. SCP-Protokoll.", "a": "FTP (File Transfer Protocol) überträgt Dateien zwischen Client und Server, standardmäßig unverschlüsselt. SCP (Secure Copy Protocol) überträgt Dateien verschlüsselt über eine SSH-Verbindung." }, { "q": "Erklären Sie das SMB bzw. CIFS-Protokoll.", "a": "SMB (Server Message Block, moderne Weiterentwicklung von CIFS) ist ein Netzwerkprotokoll für Datei- und Druckerfreigaben, hauptsächlich in Windows-Netzwerken eingesetzt." } ] }, { "name": "Routing", "questions": [ { "q": "Was ist eine „Routing Tabelle“?", "a": "Eine im Router bzw. Endgerät gespeicherte Tabelle, die festlegt, über welche Schnittstelle/welches nächste Gerät (Next Hop) ein Paket zu einem bestimmten Zielnetz gesendet wird." }, { "q": "Was ist eine „Default Route“?", "a": "Eine Standardroute (0.0.0.0/0), über die alle Pakete geleitet werden, für die kein spezifischer Eintrag in der Routing-Tabelle vorhanden ist – meist der Weg ins Internet." }, { "q": "Was ist eine „Statische Route“?", "a": "Eine manuell durch den Administrator konfigurierte, feste Routingregel, die sich nicht automatisch an Netzänderungen anpasst." }, { "q": "Was ist eine „Dynamische Route“?", "a": "Eine Route, die automatisch durch Routingprotokolle (z. B. OSPF, BGP) berechnet und bei Netzänderungen selbstständig angepasst wird." }, { "q": "Welche Routing Protokolle kennen Sie?", "a": "RIP, OSPF, EIGRP und BGP." }, { "q": "Was ist das Internet Protokoll (IP)?", "a": "Ein Vermittlungsschicht-Protokoll (Schicht 3), das für die logische Adressierung von Geräten und die Wegewahl (Routing) von Datenpaketen durch Netzwerke zuständig ist." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „RTT“ (Round Trip Time)?", "a": "Die Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um von der Quelle zum Ziel und wieder zurück zu gelangen – ein Maß für die Netzwerklatenz." } ] }, { "name": "Netzwerkdienste", "questions": [ { "q": "Was ist „RADIUS“?", "a": "Remote Authentication Dial-In User Service: ein zentraler Dienst zur Authentifizierung, Autorisierung und Abrechnung (AAA) von Benutzern, z. B. bei WLAN- oder VPN-Zugängen." }, { "q": "Was ist „VPN“ und für was wird es eingesetzt?", "a": "Virtual Private Network: eine verschlüsselte, logische Verbindung über ein öffentliches Netz (z. B. Internet), die genutzt wird, um sicher auf entfernte Netzwerke zuzugreifen oder Standorte zu verbinden." }, { "q": "Welche Arten bzw. Protokolle für VPN kennen Sie?", "a": "IPSec, OpenVPN, WireGuard, SSL-VPN und (veraltet) PPTP/L2TP." }, { "q": "Was ist der Unterschied von Client2Site zu Site2Site?", "a": "Client-to-Site verbindet einen einzelnen Client (z. B. Homeoffice-Nutzer) mit einem Firmennetzwerk. Site-to-Site verbindet zwei gesamte Netzwerke/Standorte permanent miteinander." }, { "q": "Was ist ein Proxy und wie funktioniert er?", "a": "Ein Vermittlungsserver, der Anfragen von Clients entgegennimmt, stellvertretend an das Ziel weiterleitet und die Antwort zurückgibt; dabei kann er filtern, cachen und die Client-Identität nach außen verbergen." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied von einem Proxy zu einem Reverse Proxy.", "a": "Ein (Forward-)Proxy steht auf Seiten der Clients und verbirgt/verwaltet deren Zugriffe nach außen. Ein Reverse Proxy steht auf Seiten der Server, nimmt Anfragen von außen entgegen und leitet sie intern an den passenden Server weiter, wodurch die Serverstruktur verborgen wird." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Load Balancer“.", "a": "Ein Gerät/Dienst, der eingehende Anfragen auf mehrere Server verteilt, um Last auszugleichen, Ausfallsicherheit zu erhöhen und die Performance zu verbessern." }, { "q": "Wo und Weshalb wird ein Load Balancer eigesetzt?", "a": "Vor allem bei Webservern, Applikations- oder Datenbankclustern, um hohe Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und gleichmäßige Auslastung mehrerer Server sicherzustellen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „NTP“.", "a": "Network Time Protocol: ein Protokoll zur Synchronisation der Systemzeit von Geräten über das Netzwerk mit einer zentralen, genauen Zeitquelle." }, { "q": "Erklären Sie den wesentlichen Aufbau einer „E-Mail-Adresse“.", "a": "Besteht aus einem lokalen Teil (Benutzername), dem @-Zeichen und dem Domainteil (Mailserver-Domain), z. B. max.mustermann@firma.at." }, { "q": "Erklären Sie wie eine E-Mail vom Absender zum Empfänger gelangt. Welche Akteure gibt es?", "a": "Der E-Mail-Client des Absenders sendet die Nachricht per SMTP an den ausgehenden Mailserver, dieser ermittelt via DNS (MX-Eintrag) den zuständigen Mailserver des Empfängers und übergibt die Mail per SMTP dorthin; der Empfänger ruft sie anschließend per POP3/IMAP von seinem Mailserver ab." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „MDM“ und warum es eingesetzt wird.", "a": "Mobile Device Management: eine zentrale Verwaltungslösung für mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets, Laptops), mit der Konfigurationen, Sicherheitsrichtlinien, Apps und Fernlöschung zentral gesteuert werden, um Unternehmensdaten zu schützen." } ] } ] }, { "id": 4, "title": "Betriebssysteme", "subcategories": [ { "name": "Windows", "questions": [ { "q": "Was ist ein „Betriebssystem“?", "a": "Eine Systemsoftware, die die Hardware eines Computers verwaltet, Ressourcen (CPU, Speicher, Peripherie) zuteilt und eine Schnittstelle für Anwendungsprogramme und Benutzer bereitstellt." }, { "q": "Welche Windows Client-Betriebssysteme kennen Sie?", "a": "Windows 10 und Windows 11 (aktuell), zuvor u. a. Windows 7, 8/8.1." }, { "q": "Was sind die größten Unterschiede zwischen den Client-Betriebssystemen?", "a": "Unterschiede bestehen in Benutzeroberfläche, Sicherheitsfunktionen, Hardwareanforderungen, Support-Lebenszyklus und unterstützten Features (z. B. neue Sicherheitsmechanismen wie TPM 2.0-Pflicht bei Windows 11)." }, { "q": "Welche Unterschiede gibt es zwischen 32 und 64 Bit Betriebssystemen?", "a": "64-Bit-Systeme können deutlich mehr Arbeitsspeicher adressieren (theoretisch bis 16 Exabyte statt max. 4 GB bei 32-Bit), bieten meist bessere Performance und sind heute Standard; 32-Bit-Software läuft meist auch unter 64-Bit-Systemen (Kompatibilitätsmodus)." }, { "q": "Welche Windows Server-Betriebssysteme kennen Sie?", "a": "Windows Server 2019, Windows Server 2022 und Windows Server 2025." }, { "q": "Wozu dient die Registry und welche Informationen werden dort gespeichert?", "a": "Die Registry ist eine zentrale hierarchische Datenbank unter Windows, in der System-, Hardware-, Software- und Benutzereinstellungen sowie Konfigurationsdaten gespeichert werden." } ] }, { "name": "Linux", "questions": [ { "q": "Welche UNIX bzw. Linux Betriebssysteme kennen Sie?", "a": "Z. B. Ubuntu, Debian, Red Hat Enterprise Linux (RHEL), CentOS/Rocky Linux, SUSE, sowie als UNIX-Vertreter macOS und Solaris." }, { "q": "Welche Unterschiede gibt es zu Windows Betriebssystemen?", "a": "Linux ist meist Open Source und kostenlos, bietet mehr Anpassbarkeit, verwendet ein anderes Dateisystem/Rechtekonzept, ist traditionell stärker in Server-/Kommandozeilenumgebungen verbreitet, während Windows kommerziell, proprietär und im Desktop-Bereich weiter verbreitet ist." }, { "q": "Erklären Sie ob Daten von anderen Betriebssystemen auf Linux Betriebssystemen verarbeitet werden können.", "a": "Ja, viele gängige Dateiformate (z. B. Office-Dokumente, Bilder, PDFs) und teilweise auch Windows-Dateisysteme (NTFS, FAT) können unter Linux mit entsprechenden Treibern/Programmen gelesen und verarbeitet werden." } ] }, { "name": "Client / Server", "questions": [ { "q": "Erläutern Sie den Unterschied von Client-Betriebssystemen und Server-Betriebssystemen.", "a": "Client-Betriebssysteme sind für Einzelplatzrechner optimiert (Benutzerfreundlichkeit, begrenzte gleichzeitige Verbindungen). Server-Betriebssysteme sind für Mehrbenutzerbetrieb, Dienste (z. B. Active Directory, DNS, DHCP) und hohe Verfügbarkeit/Stabilität ausgelegt und unterstützen mehr gleichzeitige Netzwerkverbindungen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff Terminalserver?", "a": "Ein Server, der es mehreren Benutzern ermöglicht, sich gleichzeitig per Remote-Sitzung anzumelden und eigene, isolierte Desktop- bzw. Anwendungssitzungen auf dem Server auszuführen, während die Rechenleistung zentral bereitgestellt wird." }, { "q": "Welche Anbieter für Terminalserver kennen Sie?", "a": "Microsoft (Remote Desktop Services), Citrix (Virtual Apps and Desktops) und VMware (Horizon)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „VDI“", "a": "Virtual Desktop Infrastructure: eine Technologie, bei der vollständige virtuelle Desktop-Umgebungen zentral auf Servern gehostet und den Anwendern über das Netzwerk bereitgestellt werden." } ] } ] }, { "id": 5, "title": "Sicherheit", "subcategories": [ { "name": "Grundbegriffe", "questions": [ { "q": "Was ist ein Computer-Virus?", "a": "Ein Schadprogramm, das sich an Wirtsdateien/Programme anhängt und sich bei deren Ausführung selbst vervielfältigt, um sich zu verbreiten und Schaden anzurichten." }, { "q": "Was ist ein Computer-Wurm?", "a": "Ein Schadprogramm, das sich selbstständig, ohne Wirtsdatei, über Netzwerke verbreitet, indem es Sicherheitslücken ausnutzt." }, { "q": "Was ist ein „Rootkit“?", "a": "Eine Sammlung von Schadsoftware-Werkzeugen, die sich tief im System (oft auf Kernel-Ebene) versteckt, um dauerhaften, unentdeckten administrativen Zugriff auf ein System zu ermöglichen." }, { "q": "Was ist ein „Trojaner“?", "a": "Ein Schadprogramm, das sich als nützliche/legitime Software tarnt, im Hintergrund jedoch schädliche Funktionen ausführt, z. B. Daten stiehlt oder eine Hintertür öffnet." }, { "q": "Was versteht man unter dem Begriff „Ransomware“?", "a": "Erpressungssoftware, die Daten oder ganze Systeme verschlüsselt und erst nach Zahlung eines Lösegelds (angeblich) wieder freigibt." }, { "q": "Was ist ein „Back-Door“?", "a": "Eine (oft heimlich eingebaute) Hintertür in Software/Systemen, die einen Zugriff unter Umgehung der normalen Authentifizierung ermöglicht." }, { "q": "Was ist „Spy-Ware“?", "a": "Software, die unbemerkt Informationen über Nutzerverhalten sammelt und an Dritte übermittelt, z. B. Tastatureingaben, besuchte Websites oder persönliche Daten." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Hacker“.", "a": "Eine Person mit tiefgehendem technischen Wissen über Computersysteme, die Sicherheitslücken analysiert oder ausnutzt; der Begriff selbst ist neutral und umfasst sowohl legale (White-Hat) als auch illegale Aktivitäten." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Cracker“.", "a": "Eine Person, die mit technischem Wissen gezielt in Systeme eindringt oder Software-Schutzmechanismen umgeht, um Schaden anzurichten oder sich unrechtmäßig zu bereichern (im Gegensatz zum ethischen Hacker)." }, { "q": "Wie schützen Sie sich gegen Bedrohungen wie (Viren, Rootkits, Trojaner, Ransomware)?", "a": "Durch aktuelle Antivirensoftware und Firewalls, regelmäßige Updates/Patches, Backups, Benutzerschulung, restriktive Rechtevergabe, E-Mail-/Web-Filter und Netzwerksegmentierung." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Social Engineering”.", "a": "Die Manipulation von Personen, um sie zur Preisgabe vertraulicher Informationen oder zu sicherheitsrelevanten Handlungen zu bewegen, z. B. durch Phishing-E-Mails oder vorgetäuschte Identitäten am Telefon." } ] }, { "name": "Firewall", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Firewall“.", "a": "Ein Sicherheitssystem (Hardware/Software), das den Datenverkehr zwischen Netzwerken anhand definierter Regeln überwacht, filtert und unerlaubte Zugriffe blockiert." }, { "q": "Welche Arten von Firewalls kennen Sie?", "a": "Paketfilter-Firewall, Stateful-Inspection-Firewall, Application-Layer-Firewall (Proxy-Firewall) und Next-Generation-Firewall (NGFW)." }, { "q": "Erklären Sie die Funktionsweise einer „Firewall“.", "a": "Sie prüft ein- und ausgehende Datenpakete anhand von Regeln (z. B. IP-Adresse, Port, Protokoll, Verbindungsstatus) und lässt sie entweder passieren oder blockiert sie." }, { "q": "Wo wird eine „Firewall“ eingesetzt?", "a": "An den Übergängen zwischen Netzwerken unterschiedlicher Vertrauensstufen, z. B. zwischen LAN und Internet, zwischen DMZ und internem Netz, oder als Personal Firewall direkt auf Endgeräten." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen „IDS“ und „IPS“.", "a": "Ein IDS (Intrusion Detection System) erkennt und meldet verdächtige Aktivitäten, greift aber nicht aktiv ein. Ein IPS (Intrusion Prevention System) erkennt Angriffe ebenfalls, blockiert diese jedoch aktiv in Echtzeit." }, { "q": "Erklären Sie die Funktionsweise einer „DMZ“.", "a": "Eine Demilitarized Zone ist ein separates, durch Firewalls abgeschirmtes Netzsegment, in dem öffentlich erreichbare Server (z. B. Webserver) platziert werden, um bei einem Angriff das interne Netz zu schützen." } ] }, { "name": "Zertifikate", "questions": [ { "q": "Wo werden in der IT Zertifikate eingesetzt und wo können diese beschafft werden?", "a": "Zertifikate werden für verschlüsselte Verbindungen (HTTPS-Webseiten), E-Mail-Signierung/Verschlüsselung, VPN-Authentifizierung und Softwaresignierung eingesetzt; sie können bei öffentlichen Zertifizierungsstellen (z. B. Let's Encrypt, DigiCert) oder über eine eigene interne PKI ausgestellt werden." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „SSL“.", "a": "Secure Sockets Layer: ein (mittlerweile durch TLS abgelöstes) Protokoll zur verschlüsselten und authentifizierten Datenübertragung zwischen Client und Server." }, { "q": "Welche Merkmale hat ein Zertifikat?", "a": "Öffentlicher Schlüssel des Inhabers, Angaben zum Aussteller und Inhaber, Gültigkeitszeitraum, digitale Signatur der Zertifizierungsstelle und ein eindeutiger Seriennummer/Fingerabdruck." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „TLS“", "a": "Transport Layer Security: der Nachfolgestandard von SSL zur verschlüsselten und authentifizierten Kommunikation über Netzwerke, heute Grundlage von HTTPS." } ] }, { "name": "Backup", "questions": [ { "q": "Welche Aufbewahrungsfristen für Backups gibt es in Österreich?", "a": "Es gibt keine allgemeine gesetzliche Backup-Aufbewahrungsfrist; jedoch gelten für bestimmte Geschäftsunterlagen (z. B. Buchhaltungsdaten) gesetzliche Aufbewahrungsfristen von i. d. R. 7 Jahren, die sinngemäß auch für zugehörige Datensicherungen gelten." }, { "q": "Erklären Sie den Zweck eines Backups.", "a": "Die Wiederherstellbarkeit von Daten nach Verlust, Beschädigung, Fehlbedienung, Hardwaredefekt oder Cyberangriff (z. B. Ransomware) sicherzustellen." }, { "q": "Welche Sicherungskonzepte kennen Sie?", "a": "Vollsicherung, differentielle Sicherung, inkrementelle Sicherung sowie die 3-2-1-Regel (3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 Kopie extern/offline)." }, { "q": "Welche Sicherungsmedien für Backups kennen Sie?", "a": "Festplatten (HDD/SSD), Bandlaufwerke (Tape), NAS-Systeme und Cloud-Speicher." }, { "q": "Nennen Sie Beispiele für Software, mit welcher Backups erstellt werden können.", "a": "Veeam Backup & Replication, Acronis Cyber Protect, Windows Server Backup und Bacula." }, { "q": "Was muss bei einem Datenbankbackup beachtet werden?", "a": "Konsistenz der Daten während der Sicherung (z. B. Transaktionslog-Sicherung, Snapshots), die Datenbank sollte im laufenden Betrieb konsistent gesichert werden können, und Restore-Tests sind regelmäßig durchzuführen." }, { "q": "Was sind möglichst ideale Orte um Datenträger von Backups aufzubewahren?", "a": "Räumlich getrennt vom Produktivsystem (Brand-/Diebstahlschutz), klimatisiert, gesichert gegen unbefugten Zugriff, idealerweise zusätzlich an einem externen/entfernten Standort (Offsite-Backup)." }, { "q": "Was muss bei einem Cloud-Backup beachtet werden?", "a": "Datenschutz-/Compliance-Anforderungen (Speicherort der Daten), Verschlüsselung während Übertragung und Speicherung, Verfügbarkeit/Internetanbindung sowie Vertrauenswürdigkeit und SLAs des Anbieters." }, { "q": "Erklären Sie mögliche Ursachen für Datenverlust.", "a": "Hardwaredefekte, Softwarefehler, Bedienungsfehler, Stromausfälle, Malware/Ransomware, Diebstahl sowie Naturkatastrophen (Brand, Wasserschaden)." } ] }, { "name": "USV", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Zweck einer „USV-Anlage“.", "a": "Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung überbrückt kurzzeitige Stromausfälle bzw. Spannungsschwankungen, um Geräte weiterlaufen zu lassen bzw. ein kontrolliertes Herunterfahren zu ermöglichen." }, { "q": "Welche Eigenschaften müssen bei der Beschaffung und Dimensionierung einer USV-Anlage beachtet werden?", "a": "Benötigte Leistung (Watt/VA) der angeschlossenen Geräte, gewünschte Überbrückungszeit, Anschlussart, Skalierbarkeit sowie Kommunikationsschnittstellen für automatisches Shutdown-Management." }, { "q": "Welche Arten von USV kennen Sie?", "a": "Offline-USV (Standby), Line-Interactive-USV und Online-USV (Doppelwandler-Prinzip mit permanenter Umwandlung)." }, { "q": "Wie sollen USV – Anlagen gewartet werden?", "a": "Regelmäßige Sichtprüfung, Testläufe/Selbsttests, Überwachung/Austausch der Akkus gemäß Herstellerangaben und Aktualisierung der Firmware/Management-Software." } ] }, { "name": "Physische Sicherheit", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Serverraum“.", "a": "Ein speziell für den Betrieb von Servern und Netzwerktechnik ausgestatteter Raum mit klimatischer Regelung, unterbrechungsfreier Stromversorgung, Zutrittskontrolle und Brandschutz." }, { "q": "Welche Typen von Feuerlöschern sollten für den Einsatz in Serverräumen in Betracht gezogen werden?", "a": "CO2-Löscher oder Löschgas-Anlagen (z. B. auf Basis von Inertgasen), da diese rückstandsfrei löschen und die Elektronik nicht beschädigen." }, { "q": "Weshalb sollte eine Brandschutztüre zu einem Serverraum eingesetzt werden?", "a": "Um im Brandfall die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verzögern und dadurch Zeit für Löscharbeiten bzw. den Schutz der Server zu gewinnen." }, { "q": "Sollte in einem Serverraum ein Rauchmelder installiert werden? Falls Ja, muss dieser gewartet und überprüft werden?", "a": "Ja, ein (idealerweise Frühwarn-/Ansaug-Rauchmelder) sollte installiert werden, um Brände frühzeitig zu erkennen; er muss regelmäßig gemäß Herstellervorgaben gewartet und getestet werden." }, { "q": "Sollte für einen Serverraum ein Raum mit einem Fenster oder ein Raum ohne Fenster vorgezogen werden? Begründen Sie.", "a": "Ein Raum ohne Fenster ist vorzuziehen, da Fenster Angriffspunkte für Einbruch, unerwünschte Wärmeeinstrahlung und schlechtere Kontrolle über Klima/Zutritt darstellen." }, { "q": "Welche Möglichkeiten gibt es um einen Serverraum vor Vandalismus und Diebstahl zu schützen?", "a": "Zutrittskontrollsysteme (Chipkarte/Biometrie), abschließbare Racks, Videoüberwachung, Alarmanlagen und stabile Türen/Wände ohne Fenster." }, { "q": "Ist es sinnvoll eine Zutrittskontrolle zu einem Serverraum zu haben?", "a": "Ja, um den Zugang auf autorisierte Personen zu beschränken und Zutritte nachvollziehbar zu protokollieren." }, { "q": "Welche Vor- und Nachteile bietet ein „doppelter Boden“ in einem Serverraum?", "a": "Vorteile: verdeckte, flexible Verlegung von Kabeln und Kühlleitungen, bessere Luftführung für Kühlung. Nachteile: höhere Baukosten, geringere Statik/Stabilität und erhöhter Wartungsaufwand." }, { "q": "Ist es sinnvoll eine Videoüberwachung für einen Serverraum einzurichten? Was muss in Bezug auf Datenschutz alles beachtet werden?", "a": "Ja, zur Abschreckung und Nachvollziehbarkeit von Zutritten. Es muss auf DSGVO-konforme Umsetzung geachtet werden: Kennzeichnungspflicht, Zweckbindung, beschränkte Speicherdauer und Zugriffsbeschränkung auf die Aufnahmen." }, { "q": "Ist es sinnvoll eine Klimaanlage in einem Serverraum zu installieren?", "a": "Ja, da Server viel Abwärme erzeugen und eine konstante, geregelte Temperatur für Stabilität und Lebensdauer der Hardware notwendig ist." }, { "q": "Kann mit einer Klimaanlage auch die Luftfeuchtigkeit reguliert werden? Warum spielt die Luftfeuchtigkeit in einem Serverraum eine Rolle?", "a": "Ja, moderne Klimaanlagen (Präzisionsklimageräte) regeln auch die Luftfeuchtigkeit. Zu hohe Feuchtigkeit begünstigt Korrosion und Kurzschlüsse, zu niedrige Feuchtigkeit erhöht das Risiko elektrostatischer Entladungen (ESD)." }, { "q": "Was ist bei CO2 Feuerlöschern bzw. Anlagen zu beachten?", "a": "CO2 verdrängt Sauerstoff und kann bei Einsatz in geschlossenen Räumen für Personen lebensgefährlich sein (Erstickungsgefahr); der Raum muss vor der Auslösung geräumt werden, entsprechende Warnhinweise sind Pflicht." } ] } ] }, { "id": 6, "title": "PC und Server Hardware", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Hardware“.", "a": "Alle physisch greifbaren Bestandteile eines Computersystems, z. B. Mainboard, CPU, Arbeitsspeicher, Festplatten und Peripheriegeräte." }, { "q": "Welche Komponenten befinden sich auf einem Motherboard?", "a": "CPU-Sockel, RAM-Steckplätze, Chipsatz, Erweiterungssteckplätze (PCIe), BIOS/UEFI-Chip, Anschlüsse für Laufwerke (SATA/M.2), USB- und Netzwerk-Controller sowie Stromanschlüsse." }, { "q": "Welche Erweiterungskarten für ein Motherboard kennen Sie und welche Schnittstellen benutzen diese?", "a": "Grafikkarten, Netzwerkkarten, RAID-/HBA-Controller und Soundkarten, die üblicherweise über PCIe-Steckplätze angebunden werden." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Systembus“.", "a": "Ein System von Leitungen auf dem Mainboard, über das Daten, Adressen und Steuersignale zwischen CPU, Speicher und anderen Komponenten ausgetauscht werden." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „dpi“ in Zusammenhang mit Scannern.", "a": "Dots per Inch: die Auflösung, also die Anzahl der erfassten Bildpunkte pro Zoll – je höher der dpi-Wert, desto detailreicher das gescannte Bild." }, { "q": "Was ist ein „BIOS“ und für was wird es verwendet?", "a": "Basic Input/Output System: eine Firmware auf dem Mainboard, die beim Systemstart die Hardware initialisiert, einen Selbsttest (POST) durchführt und das Betriebssystem lädt." }, { "q": "Wie unterscheidet sich PC Hardware von Server Hardware?", "a": "Serverhardware ist auf Dauerbetrieb, hohe Zuverlässigkeit und Redundanz ausgelegt (redundante Netzteile, ECC-RAM, Hot-Swap-Komponenten, Fernwartung), während PC-Hardware meist auf Kosten und Einzelplatzbetrieb optimiert ist." }, { "q": "Welche Hardware-Komponenten kennen Sie, die Redundant ausgelegt werden können?", "a": "Netzteile, Festplatten (RAID), Netzwerkkarten, Lüfter sowie ganze Server im Cluster-Verbund." }, { "q": "Was ist ein „Cluster“?", "a": "Ein Verbund mehrerer Server, die zusammenarbeiten, um höhere Verfügbarkeit (Failover-Cluster) oder höhere Rechenleistung (Load-Balancing-Cluster) zu erreichen." }, { "q": "Welche Möglichkeiten kennen Sie um Serverhardware Remote zu verwalten?", "a": "Über dedizierte Fernwartungsschnittstellen wie iLO (HPE), iDRAC (Dell) oder IPMI, die auch bei ausgeschaltetem Server einen Zugriff auf Konsole, Neustart und Hardwarestatus ermöglichen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Singletasking“.", "a": "Ein Betriebssystemmodus, in dem zu einem Zeitpunkt nur ein einziges Programm ausgeführt werden kann." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Multitasking“.", "a": "Die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Programme scheinbar gleichzeitig auszuführen, indem die CPU-Zeit sehr schnell zwischen den Prozessen aufgeteilt wird." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Hyper Threading“.", "a": "Eine Intel-Technologie, bei der ein physischer CPU-Kern dem Betriebssystem als zwei logische Kerne erscheint, um die Auslastung der CPU-Ressourcen zu verbessern." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Multithreading“.", "a": "Die Fähigkeit eines Prozessors bzw. Programms, mehrere Ausführungsstränge (Threads) gleichzeitig bzw. parallel zu verarbeiten." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Stack“ im Zusammenhang mit Mikroprozessoren.", "a": "Ein reservierter Speicherbereich nach dem LIFO-Prinzip (Last In, First Out), der z. B. zur Zwischenspeicherung von Rücksprungadressen und lokalen Variablen bei Funktionsaufrufen genutzt wird." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Terminal“.", "a": "Ein Ein-/Ausgabegerät bzw. eine Softwareoberfläche zur textbasierten Kommunikation mit einem Computersystem, z. B. eine Kommandozeilenkonsole." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Jumper“.", "a": "Ein kleiner Steckbrücken-Kontakt auf Platinen, mit dem durch Kurzschließen von Pins bestimmte Hardwareeinstellungen (z. B. Betriebsmodus) manuell konfiguriert werden." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Interface“.", "a": "Eine Schnittstelle, über die zwei Systeme, Geräte oder Programme miteinander Daten austauschen bzw. kommunizieren können." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen einer „Seriellen Schnittstelle“ und einer „Parallelen Schnittstelle“.", "a": "Bei der seriellen Schnittstelle werden Bits nacheinander über eine einzige Leitung übertragen, bei der parallelen Schnittstelle mehrere Bits gleichzeitig über mehrere Leitungen – seriell ist heute aufgrund geringerer Störanfälligkeit bei hohen Frequenzen Standard (z. B. USB, SATA)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „RS232“.", "a": "Ein älterer Standard für serielle Schnittstellen zur Punkt-zu-Punkt-Datenübertragung, z. B. bei älteren Modems oder industriellen Steuerungen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „USB“.", "a": "Universal Serial Bus: ein weit verbreiteter serieller Schnittstellenstandard zum Anschluss von Peripheriegeräten mit Plug-and-Play-Fähigkeit und Stromversorgung über das Kabel." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „NFC“.", "a": "Near Field Communication: eine drahtlose Übertragungstechnologie für sehr kurze Distanzen (wenige Zentimeter), z. B. für kontaktloses Bezahlen oder Zugangskarten." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Bluetooth“.", "a": "Ein Funkstandard für die drahtlose Datenübertragung über kurze bis mittlere Distanzen zwischen Geräten, z. B. Kopfhörer, Tastaturen oder Smartphones." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „UEFI“.", "a": "Unified Extensible Firmware Interface: der moderne Nachfolger des klassischen BIOS, der u. a. grafische Oberflächen, Secure Boot, größere Festplatten (GPT) und schnelleren Systemstart unterstützt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „TPM“.", "a": "Trusted Platform Module: ein Sicherheitschip auf dem Mainboard, der kryptografische Schlüssel sicher speichert und Funktionen wie Festplattenverschlüsselung (BitLocker) und Systemintegritätsprüfung unterstützt." } ] } ] }, { "id": 7, "title": "Storage", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Was ist eine Storage?", "a": "Ein zentrales System zur Speicherung von Daten, das über das Netzwerk mehreren Servern/Clients Speicherplatz bereitstellt, z. B. ein SAN oder NAS." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Shared Storage“.", "a": "Ein Speichersystem, auf das mehrere Server gleichzeitig zugreifen können, was z. B. für Cluster- und Virtualisierungslösungen notwendig ist." }, { "q": "Welche Anschlüsse für Festplatten kennen Sie?", "a": "SATA, SAS, NVMe (PCIe/M.2), sowie ältere Standards wie IDE/PATA." }, { "q": "Was ist der Unterschied von einer HDD zu einer SSD?", "a": "Eine HDD speichert Daten magnetisch auf rotierenden Scheiben mit mechanischem Lese-/Schreibkopf (langsamer, mechanisch verschleißanfällig). Eine SSD speichert Daten elektronisch auf Flash-Speicherchips ohne bewegliche Teile (schneller, robuster, aber begrenzte Schreibzyklen)." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied von SAS zu SATA.", "a": "SAS (Serial Attached SCSI) bietet höhere Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Vollduplex-Betrieb, wird meist in Servern eingesetzt und ist teurer. SATA ist günstiger, weit verbreitet im Consumer-Bereich, aber langsamer und weniger für Dauerbetrieb ausgelegt." }, { "q": "Wie funktionieren Bandlaufwerke?", "a": "Daten werden sequenziell magnetisch auf ein Speicherband geschrieben/gelesen; sie bieten hohe Kapazität und niedrige Kosten pro GB, sind aber wegen des sequenziellen Zugriffs langsamer beim wahlfreien Zugriff und werden hauptsächlich für Langzeit-Archivierung/Backup genutzt." }, { "q": "Wie funktionieren optische Speichermedien?", "a": "Daten werden mittels Laser in Form von Vertiefungen (Pits) und Ebenen (Lands) auf eine reflektierende Schicht geschrieben und beim Lesen durch Reflexion des Laserlichts ausgewertet (z. B. CD, DVD, Blu-ray)." }, { "q": "Was ist eine SAN?", "a": "Storage Area Network: ein dediziertes Hochgeschwindigkeitsnetzwerk (meist Fibre Channel oder iSCSI), das Servern blockbasierten Zugriff auf zentralen Speicher bereitstellt, als wäre dieser lokal angeschlossen." }, { "q": "Was ist ein HBA?", "a": "Host Bus Adapter: eine Erweiterungskarte, die einen Server an ein Storage-Netzwerk (z. B. Fibre-Channel-SAN) anbindet." }, { "q": "Was bedeutet Fibre Channel (FC)?", "a": "Ein Hochgeschwindigkeits-Übertragungsprotokoll/-standard, der hauptsächlich für den Aufbau von Storage Area Networks verwendet wird und sehr hohe Datenraten mit geringer Latenz bietet." }, { "q": "Was ist ein Fibre Channel Switch?", "a": "Ein spezieller Switch, der Server (über HBAs) und Speichergeräte innerhalb eines Fibre-Channel-SANs miteinander verbindet und den Datenverkehr vermittelt." }, { "q": "Was ist eine NAS?", "a": "Network Attached Storage: ein eigenständiges Speichersystem, das über Standard-Netzwerkprotokolle (z. B. SMB, NFS) dateibasierten Speicherplatz im Netzwerk zur Verfügung stellt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „WORM“.", "a": "Write Once, Read Many: ein Speichermedium/-modus, bei dem Daten einmalig geschrieben, danach aber nicht mehr verändert oder gelöscht werden können." }, { "q": "Wo und Weshalb wird „WORM“ eingesetzt?", "a": "Bei der revisionssicheren, unveränderbaren Archivierung von Daten, z. B. für gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrung von Geschäfts- oder Compliance-Daten, um Manipulation zu verhindern." }, { "q": "Was bedeutet „RAID“?", "a": "Redundant Array of Independent Disks: der Zusammenschluss mehrerer physischer Festplatten zu einem logischen Laufwerk, um Ausfallsicherheit und/oder Geschwindigkeit zu erhöhen." }, { "q": "Welche Arten von „RAID“ kennen Sie und beschreiben Sie diese näher?", "a": "RAID 0 (Striping, keine Redundanz, hohe Performance), RAID 1 (Spiegelung, volle Redundanz, halbe Kapazität), RAID 5 (Striping mit verteilter Parität, 1 Festplatte darf ausfallen), RAID 6 (wie RAID 5, aber doppelte Parität, 2 Festplatten dürfen ausfallen), RAID 10 (Kombination aus Spiegelung und Striping, hohe Performance und Redundanz)." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied von Brutto- und Nettospeicher bei RAID.", "a": "Der Bruttospeicher ist die Summe der Kapazität aller physischen Festplatten, während der Nettospeicher die tatsächlich nutzbare Kapazität nach Abzug des für Redundanz/Parität benötigten Speichers darstellt." }, { "q": "Was bedeutet „Hot-Swap“?", "a": "Der Austausch einer Hardwarekomponente (z. B. Festplatte) im laufenden Betrieb, ohne das System herunterfahren zu müssen." }, { "q": "Was bedeutet „Hot-Standby“?", "a": "Eine Ersatzkomponente (z. B. Ersatzfestplatte), die bereits eingebaut/bereit ist und bei Ausfall der Hauptkomponente automatisch und sofort einspringt." }, { "q": "Was bedeutet „BBU“ im Zusammenhang mit RAID?", "a": "Battery Backup Unit: ein Batteriepuffer am RAID-Controller, der den Cache-Speicher bei Stromausfall kurzzeitig sichert, um Datenverlust zu verhindern." }, { "q": "Was bedeutet „FBU“ im Zusammenhang mit RAID?", "a": "Flash Backup Unit: eine Alternative zur BBU, bei der der Controller-Cache bei Stromausfall auf einen nichtflüchtigen Flash-Speicher gesichert wird, statt ihn per Batterie dauerhaft mit Strom zu versorgen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „FAT“.", "a": "File Allocation Table: ein älteres, einfaches Dateisystem, das u. a. bei USB-Sticks/SD-Karten wegen guter Kompatibilität verwendet wird, jedoch Einschränkungen bei Dateigröße und Sicherheit hat." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „NTFS“.", "a": "New Technology File System: das moderne Standard-Dateisystem von Windows mit Unterstützung für Berechtigungen (ACLs), Verschlüsselung, Komprimierung, Journaling und großen Datei-/Volumegrößen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „EXT“.", "a": "Extended File System (z. B. ext4): eine verbreitete Familie von Journaling-Dateisystemen unter Linux mit guter Performance und Stabilität." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „ReFS“.", "a": "Resilient File System: ein modernes Windows-Server-Dateisystem mit Fokus auf Datenintegrität (Prüfsummen), Selbstheilung und Skalierbarkeit für sehr große Datenmengen." } ] } ] }, { "id": 8, "title": "Virtualisierung", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie was Virtualisierung ist und warum diese angewendet wird.", "a": "Virtualisierung ist die Abstraktion physischer Hardware, um mehrere logische/virtuelle Systeme auf einer physischen Maschine zu betreiben. Sie wird eingesetzt, um Hardware besser auszulasten, Kosten zu senken, Flexibilität zu erhöhen und Verwaltung/Backup/Migration zu vereinfachen." }, { "q": "Welche Produkte kennen Sie um Virtualisierung zu realisieren?", "a": "VMware vSphere/ESXi, Microsoft Hyper-V, Proxmox VE und Citrix Hypervisor." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen Servervirtualisierung und Clientvirtualisierung.", "a": "Bei der Servervirtualisierung laufen mehrere virtuelle Server auf einer physischen Hardware. Bei der Clientvirtualisierung werden Desktop-Umgebungen (z. B. via VDI) virtualisiert und zentral bereitgestellt, während der Nutzer über ein Endgerät darauf zugreift." } ] } ] }, { "id": 9, "title": "Monitoring", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Monitoring” und weshalb es angewendet wird.", "a": "Monitoring ist die kontinuierliche Überwachung von IT-Systemen und Diensten, um deren Verfügbarkeit, Leistung und Zustand zu erfassen. Es dient dazu, Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor sie zu Ausfällen führen, und die Betriebssicherheit zu erhöhen." }, { "q": "Erklären Sie welche physischen Systeme und Software überwacht werden kann.", "a": "Server, Netzwerkkomponenten (Switches, Router), Storage-Systeme, USV-Anlagen sowie Software wie Datenbanken, Anwendungen, Webserver und Dienste (z. B. CPU-/RAM-Auslastung, Antwortzeiten)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „SLA“ und dessen Zusammenhang mit Monitoring.", "a": "Ein Service Level Agreement legt vertraglich zugesicherte Leistungskennzahlen fest, z. B. Verfügbarkeit oder Reaktionszeit. Monitoring liefert die Messdaten, um die Einhaltung dieser SLAs nachzuweisen und zu überwachen." }, { "q": "Welche Lösungen kennen Sie um Systemmonitoring zu realisieren?", "a": "Zabbix, Nagios, PRTG Network Monitor und Grafana (oft in Kombination mit Prometheus)." } ] } ] }, { "id": 10, "title": "Künstliche Intelligenz", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff KI.", "a": "Künstliche Intelligenz bezeichnet Systeme/Algorithmen, die Aufgaben ausführen, für die normalerweise menschliche Intelligenz nötig ist, z. B. Mustererkennung, Sprachverarbeitung oder Entscheidungsfindung, oft basierend auf maschinellem Lernen." }, { "q": "Welche Punkte sind für einen guten KI-Prompt wichtig zu beachten?", "a": "Klare und präzise Formulierung, ausreichend Kontext, gewünschtes Format/Umfang der Antwort angeben, Beispiele nennen und bei Bedarf schrittweise/iterativ nachfragen." }, { "q": "Welche Chancen/Vorteile bringt KI?", "a": "Effizienzsteigerung durch Automatisierung, schnellere Datenanalyse, Unterstützung bei Entscheidungen, Kostenersparnis und neue Anwendungsmöglichkeiten (z. B. Texterstellung, Bilderkennung)." }, { "q": "Welche Risiken birgt KI?", "a": "Fehlerhafte oder erfundene Ergebnisse (Halluzinationen), Datenschutzprobleme, Verstärkung von Vorurteilen (Bias), Missbrauch (Deepfakes, Betrug) und Abhängigkeit von der Technologie." }, { "q": "Welche Herausforderungen bringt KI?", "a": "Fehlendes Fachwissen zur richtigen Nutzung, rechtliche/ethische Fragestellungen, Integration in bestehende Prozesse, Datenqualität und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen (Blackbox-Problem)." }, { "q": "Wie kann der Einsatz von KI mit Datenschutzgesetzen in Konflikt geraten?", "a": "Wenn personenbezogene Daten ohne Rechtsgrundlage in KI-Systeme eingegeben, für Trainingszwecke weiterverarbeitet oder an Drittanbieter (oft im Ausland) übermittelt werden, ohne dass Betroffenenrechte oder Zweckbindung gewahrt bleiben." }, { "q": "Wie können Sie KI im Unternehmen sinnvoll und sicher einsetzen?", "a": "Durch klare Richtlinien zur Nutzung, Schulung der Mitarbeiter, Verzicht auf Eingabe sensibler/personenbezogener Daten, Einsatz geprüfter/unternehmenseigener Lösungen und Überprüfung der KI-Ergebnisse durch Menschen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff LLM in einfachen Worten.", "a": "Ein Large Language Model ist ein auf riesigen Textmengen trainiertes KI-Modell, das Sprache versteht und darauf basierend Texte generieren, beantworten oder zusammenfassen kann." }, { "q": "Welche KIs kennen Sie und wo sind deren Stärken.", "a": "Z. B. ChatGPT/GPT (allgemeine Textgenerierung, Konversation), Claude (Textverständnis, lange Kontexte, Programmierung), Microsoft Copilot (Integration in Office-Produkte) und Google Gemini (Multimodalität, Websuche-Integration)." } ] } ] }, { "id": 11, "title": "Cloud", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Cloud” bzw. „Cloud Computing” und deren Merkmale.", "a": "Die Bereitstellung von IT-Ressourcen (Rechenleistung, Speicher, Software) über das Internet nach Bedarf. Merkmale sind Skalierbarkeit, Nutzungsabrechnung (Pay-per-Use), Selbstbedienung, breiter Netzwerkzugriff und gemeinsame Ressourcennutzung." }, { "q": "Erklären Sie das Service-Modell „IaaS“.", "a": "Infrastructure as a Service: der Anbieter stellt virtualisierte Infrastruktur (Server, Speicher, Netzwerk) bereit, der Kunde verwaltet selbst Betriebssystem und Anwendungen, z. B. AWS EC2." }, { "q": "Erklären Sie das Service-Modell „PaaS“.", "a": "Platform as a Service: der Anbieter stellt zusätzlich zur Infrastruktur eine Entwicklungs-/Laufzeitumgebung bereit, der Kunde entwickelt/betreibt darauf nur seine Anwendungen, z. B. Azure App Service." }, { "q": "Erklären Sie das Service-Modell „SaaS“.", "a": "Software as a Service: der Anbieter stellt eine fertige Anwendung über das Internet bereit, der Kunde nutzt sie meist im Browser ohne eigene Installation/Wartung, z. B. Microsoft 365." }, { "q": "Erklären Sie das Deployment-Modell „Public-Cloud“.", "a": "Cloud-Ressourcen werden von einem Anbieter betrieben und über das Internet für die Allgemeinheit/viele Kunden gemeinsam genutzt (Shared Infrastructure)." }, { "q": "Erklären Sie das Deployment-Modell „Private-Cloud“.", "a": "Cloud-Infrastruktur, die exklusiv für ein einzelnes Unternehmen betrieben wird, entweder im eigenen Rechenzentrum oder dediziert bei einem Anbieter gehostet." }, { "q": "Erklären Sie das Deployment-Modell „Hybrid-Cloud“.", "a": "Eine Kombination aus Private- und Public-Cloud, bei der beide Umgebungen verbunden sind und Daten/Anwendungen je nach Bedarf zwischen ihnen verschoben werden können." }, { "q": "Welche Potenziale bzw. Grenzen bringt Cloud Computing mit sich?", "a": "Potenziale: Skalierbarkeit, Kostenflexibilität, Ortsunabhängigkeit, schnelle Bereitstellung. Grenzen: Abhängigkeit vom Anbieter/Internet, Datenschutz-/Compliance-Fragen, mögliche laufende Kosten und eingeschränkte Kontrolle über die Infrastruktur." }, { "q": "Was sollte ein Unternehmen beim Einsatz einer Public Cloud berücksichtigen?", "a": "Datenschutz und Speicherort der Daten (DSGVO-Konformität), Vertragsbedingungen/SLAs, Sicherheitsmaßnahmen des Anbieters, Ausfallsicherheit, Kostenkontrolle und eine Exit-Strategie (Vermeidung von Vendor-Lock-in)." } ] } ] }, { "id": 12, "title": "Web", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Homepage“.", "a": "Ursprünglich die Startseite einer Website; umgangssprachlich wird der Begriff oft für eine ganze Website (Internetauftritt) verwendet." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Webdesign“.", "a": "Die Gestaltung von Websites hinsichtlich Layout, Struktur, Farbgebung, Typografie und Benutzerfreundlichkeit (UX/UI)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „HTML“.", "a": "Hypertext Markup Language: die Auszeichnungssprache, mit der die Struktur und Inhalte von Webseiten definiert werden, meist in Kombination mit CSS (Gestaltung) und JavaScript (Funktionalität)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „CMS“ und welche Systeme kennen Sie?", "a": "Ein Content-Management-System ermöglicht die Erstellung und Verwaltung von Website-Inhalten ohne tiefgehende Programmierkenntnisse. Bekannte Systeme sind WordPress, TYPO3 und Joomla." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „XML“.", "a": "Extensible Markup Language: eine flexible Auszeichnungssprache zur strukturierten Speicherung und zum Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Systemen, wobei eigene Tags definiert werden können." } ] } ] }, { "id": 13, "title": "Programmierung / Scripts", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Nennen Sie die wichtigsten Programmiersprachen und deren Anwendungsbereiche.", "a": "Java (plattformunabhängige Unternehmensanwendungen), Python (Datenanalyse, Automatisierung, KI), C/C++ (systemnahe/performancekritische Software), C# (Windows-/.NET-Anwendungen), JavaScript (Webentwicklung) und SQL (Datenbankabfragen)." }, { "q": "Nennen Sie die wichtigsten plattformunabhängigen Programmiersprachen.", "a": "Java, Python und JavaScript, da sie über eine Laufzeitumgebung bzw. einen Interpreter auf verschiedenen Betriebssystemen ausgeführt werden können." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Entwicklungsumgebung“.", "a": "Eine integrierte Softwareumgebung (IDE), die Editor, Compiler/Interpreter, Debugger und weitere Werkzeuge zur Softwareentwicklung in einer Anwendung vereint, z. B. Visual Studio Code oder IntelliJ." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Compiler“.", "a": "Ein Programm, das den kompletten Quellcode einer Programmiersprache vor der Ausführung in Maschinencode (oder Zwischencode) übersetzt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Interpreter“.", "a": "Ein Programm, das den Quellcode zur Laufzeit Zeile für Zeile liest und direkt ausführt, ohne ihn vorher vollständig zu übersetzen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Debugger“.", "a": "Ein Werkzeug zum schrittweisen Ausführen und Untersuchen eines Programms, mit dem Fehler (Bugs) durch Setzen von Haltepunkten und Beobachten von Variablenwerten gefunden werden können." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Code-Review“.", "a": "Die systematische Überprüfung von Quellcode durch andere Entwickler, um Fehler, Sicherheitslücken und Verbesserungspotenziale frühzeitig zu erkennen und die Codequalität zu sichern." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Schreibtischtest“.", "a": "Eine manuelle, gedankliche Durchführung eines Programms/Algorithmus anhand von Beispieldaten auf Papier, um Logikfehler bereits vor der Ausführung am Computer zu finden." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen einem „Black Box Test“ und einem „White Box Test“.", "a": "Beim Black-Box-Test wird die Software nur anhand ihrer Ein- und Ausgaben getestet, ohne Kenntnis des internen Codes. Beim White-Box-Test kennt der Tester den internen Aufbau/Code und testet gezielt einzelne Pfade und Strukturen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Wasserfallmodell“.", "a": "Ein klassisches, sequenzielles Vorgehensmodell in der Softwareentwicklung, bei dem Phasen (Anforderung, Entwurf, Implementierung, Test, Wartung) nacheinander und ohne Rücksprünge durchlaufen werden." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „V-Modell“.", "a": "Ein Vorgehensmodell, das Entwicklungsphasen (z. B. Anforderung, Design, Implementierung) mit korrespondierenden Testphasen (Systemtest, Integrationstest, Modultest) verknüpft und in Form eines V darstellt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „prozedurale Programmierung“.", "a": "Ein Programmierparadigma, bei dem ein Programm aus einer Abfolge von Prozeduren/Funktionen besteht, die nacheinander aufgerufen werden und Daten meist getrennt von den Funktionen verwaltet werden." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „objektorientierte Programmierung“.", "a": "Ein Programmierparadigma, bei dem Daten und zugehörige Funktionen (Methoden) in Objekten/Klassen gekapselt werden, mit Konzepten wie Vererbung, Kapselung und Polymorphie." }, { "q": "Nennen Sie Vor- und Nachteile der objektorientierten Programmierung.", "a": "Vorteile: bessere Wiederverwendbarkeit, Wartbarkeit und Modularität durch Kapselung und Vererbung. Nachteile: höhere Komplexität bei kleinen Projekten und teils geringere Performance durch zusätzlichen Overhead." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Datenmodell“.", "a": "Eine abstrakte, strukturierte Beschreibung von Daten, ihren Eigenschaften und Beziehungen zueinander, die als Grundlage für Datenbank- oder Softwareentwurf dient." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Algorithmus“.", "a": "Eine eindeutige, endliche Abfolge von Schritten/Anweisungen zur Lösung eines bestimmten Problems oder zur Durchführung einer Aufgabe." }, { "q": "Nennen Sie Beispiele für Sortieralgorithmen.", "a": "Bubble Sort, Quicksort, Mergesort und Insertion Sort." }, { "q": "Nennen Sie Beispiele für Suchalgorithmen.", "a": "Lineare Suche und binäre Suche." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Schleife“.", "a": "Eine Kontrollstruktur, mit der ein Codeblock wiederholt ausgeführt wird, solange eine Bedingung erfüllt ist (z. B. for-, while-Schleife)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Anweisung“.", "a": "Ein einzelner Befehl in einem Programm, der eine bestimmte Aktion ausführt, z. B. eine Zuweisung oder ein Funktionsaufruf." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Verzweigung“.", "a": "Eine Kontrollstruktur, die abhängig von einer Bedingung unterschiedliche Programmpfade ausführt, z. B. if-else-Anweisungen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Funktion“.", "a": "Ein benannter, wiederverwendbarer Codeblock, der eine bestimmte Aufgabe erfüllt, optional Parameter entgegennimmt und einen Rückgabewert liefern kann." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „rekursive Funktion“.", "a": "Eine Funktion, die sich selbst (direkt oder indirekt) aufruft, um ein Problem in kleinere, gleichartige Teilprobleme zu zerlegen, bis eine Abbruchbedingung erreicht wird." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Variable“.", "a": "Ein benannter Speicherplatz im Programm, der einen Wert eines bestimmten Datentyps enthält und während der Programmausführung verändert werden kann." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Array“.", "a": "Eine Datenstruktur, die mehrere Werte gleichen Datentyps unter einem gemeinsamen Namen und über einen Index geordnet speichert." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „String“ und nennen Sie weitere Datentypen.", "a": "Ein String ist eine Zeichenkette (Text). Weitere Datentypen sind z. B. Integer (Ganzzahl), Float/Double (Gleitkommazahl), Boolean (Wahrheitswert) und Char (einzelnes Zeichen)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Zeiger (Pointer)“.", "a": "Eine Variable, die nicht den eigentlichen Wert, sondern die Speicheradresse eines anderen Wertes/Objekts enthält, wodurch indirekt auf Daten zugegriffen werden kann." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Programmbibliothek“.", "a": "Eine Sammlung vorgefertigter, wiederverwendbarer Funktionen/Klassen, die in eigene Programme eingebunden werden können, um nicht jede Funktionalität selbst neu implementieren zu müssen." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied von Scriptsprachen und Programmiersprachen.", "a": "Scriptsprachen (z. B. Bash, PowerShell, Python) werden meist interpretiert, sind auf schnelle Automatisierung ausgelegt und benötigen keinen separaten Kompilierschritt. Klassische Programmiersprachen (z. B. C++, Java) werden häufig kompiliert und für komplexere, performanteoptimierte Anwendungen genutzt – die Grenzen sind heute jedoch fließend." }, { "q": "Erklären Sie die Funktion eines Scrum Masters.", "a": "Der Scrum Master unterstützt das Team bei der Anwendung von Scrum, moderiert Meetings, beseitigt Hindernisse (Impediments) und sorgt dafür, dass das Team effizient und ungestört arbeiten kann." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Sprint“ (Scrum).", "a": "Ein fest definierter, meist 1-4 Wochen dauernder Zeitabschnitt in Scrum, innerhalb dessen ein Team ein zuvor geplantes Arbeitspaket (Sprint Backlog) umsetzt und am Ende ein potenziell auslieferbares Ergebnis liefert." } ] } ] }, { "id": 14, "title": "Datenbanken", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Datenbank“.", "a": "Ein System zur strukturierten, dauerhaften Speicherung, Verwaltung und Abfrage großer Datenmengen, meist verwaltet über ein Datenbankmanagementsystem (DBMS)." }, { "q": "Erklären Sie die wesentlichen Vorteile einer Datenbank.", "a": "Zentrale, konsistente Datenhaltung, Vermeidung von Redundanzen, gleichzeitiger Mehrbenutzerzugriff, effiziente Abfragemöglichkeiten sowie Sicherheits- und Berechtigungskonzepte." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „SQL-Server“.", "a": "Ein relationales Datenbankmanagementsystem, das Daten in Tabellenform speichert und über die Abfragesprache SQL verwaltet wird, z. B. Microsoft SQL Server oder MySQL." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Redundanz“ in Bezug auf Datenbanken.", "a": "Die mehrfache, unnötige Speicherung derselben Daten, was zu erhöhtem Speicherbedarf und Inkonsistenzrisiken führen kann; gutes Datenbankdesign (Normalisierung) reduziert Redundanz." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Prozessdaten“.", "a": "Daten, die während eines laufenden Geschäfts- oder Produktionsprozesses erzeugt, verarbeitet oder benötigt werden, z. B. Sensordaten, Auftragsstatus oder Messwerte." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Relationen“.", "a": "In relationalen Datenbanken bezeichnen Relationen die Tabellen selbst bzw. die Beziehungen zwischen Tabellen, die über Schlüssel (Primary/Foreign Key) verknüpft werden." }, { "q": "Nennen Sie die wichtigsten Datenbankoperationen.", "a": "SELECT (Abfragen), INSERT (Einfügen), UPDATE (Ändern) und DELETE (Löschen) – zusammengefasst als CRUD-Operationen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Primary Key bzw. Primärschlüssel“.", "a": "Ein oder mehrere Spalten einer Tabelle, die jeden Datensatz eindeutig identifizieren und keinen Nullwert enthalten dürfen." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Foreign Key bzw. Fremdschlüssel“.", "a": "Eine Spalte in einer Tabelle, die auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle verweist und dadurch eine Beziehung zwischen beiden Tabellen herstellt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „BLOB“.", "a": "Binary Large Object: ein Datentyp zur Speicherung großer binärer Daten (z. B. Bilder, Dokumente, Videos) direkt in einer Datenbank." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Blockchain“.", "a": "Eine dezentrale, verkettete Datenstruktur, bei der Datenblöcke kryptografisch miteinander verbunden und auf vielen Systemen redundant gespeichert werden, wodurch nachträgliche Manipulation praktisch ausgeschlossen ist." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „relationale Datenbank”.", "a": "Eine Datenbank, die Daten in Form von miteinander verknüpften Tabellen (Relationen) speichert, wobei Beziehungen über Primär- und Fremdschlüssel definiert werden und Abfragen über SQL erfolgen." } ] } ] }, { "id": 15, "title": "Software", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Software“.", "a": "Die Gesamtheit aller Programme und zugehörigen Daten, die auf einem Computer ausgeführt werden, im Gegensatz zur physischen Hardware." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Software-Update“.", "a": "Eine Aktualisierung von Software, die Fehler behebt, Sicherheitslücken schließt oder neue Funktionen hinzufügt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Service-Pack“.", "a": "Eine gebündelte Sammlung mehrerer Updates/Patches, die in einem größeren Paket zusammengefasst veröffentlicht wird." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Patch“.", "a": "Eine kleine, gezielte Software-Korrektur, die einen spezifischen Fehler oder eine Sicherheitslücke behebt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Anwendungsprogramm“.", "a": "Software, die dem Anwender zur Erledigung konkreter Aufgaben dient, z. B. Textverarbeitung, Browser oder ERP-Software." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Systemprogramm“.", "a": "Software, die für den Betrieb und die Verwaltung des Computersystems selbst zuständig ist, z. B. das Betriebssystem oder Gerätetreiber." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Open Source“.", "a": "Software, deren Quellcode offen zugänglich ist und die meist kostenlos genutzt, verändert und weiterverbreitet werden darf, abhängig von der jeweiligen Lizenz." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Freeware“.", "a": "Software, die kostenlos genutzt werden darf, deren Quellcode aber meist nicht offengelegt und nicht verändert werden darf." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Shareware“.", "a": "Software, die zunächst kostenlos oder eingeschränkt (z. B. zeitlich begrenzt oder mit reduziertem Funktionsumfang) getestet werden kann, für die dauerhafte/vollständige Nutzung aber bezahlt werden muss." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Copyleft“.", "a": "Ein Lizenzprinzip bei Open-Source-Software, das vorschreibt, dass abgeleitete/veränderte Werke unter derselben freien Lizenz weiterverbreitet werden müssen (z. B. GNU GPL)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Proprietäre Software“.", "a": "Software, deren Quellcode und Nutzungsrechte beim Hersteller liegen; die Nutzung ist meist kostenpflichtig und lizenzrechtlich eingeschränkt, eine Veränderung durch Dritte ist in der Regel nicht erlaubt." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Softwareverteilung“.", "a": "Der zentrale, automatisierte Prozess, Software auf viele Endgeräte im Netzwerk zu installieren, zu aktualisieren oder zu deinstallieren, z. B. über Tools wie SCCM/Intune." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „ERP-System“.", "a": "Enterprise-Resource-Planning-System: eine integrierte Unternehmenssoftware, die zentrale Geschäftsprozesse wie Einkauf, Lager, Produktion, Finanzen und Personal in einem gemeinsamen System abbildet." }, { "q": "Erklären Sie die Begriffe „per User / Concurrent / per Client“ in Bezug auf Lizenzmodelle.", "a": "Per-User-Lizenz gilt für einen bestimmten, namentlich zugeordneten Benutzer. Concurrent-Lizenz erlaubt eine feste Anzahl gleichzeitiger Nutzer unabhängig davon, wer sich anmeldet. Per-Client-Lizenz ist an ein bestimmtes Gerät gebunden, unabhängig vom Benutzer." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Customizing“.", "a": "Die Anpassung von Standardsoftware an spezifische Anforderungen eines Kunden/Unternehmens, meist über vorgesehene Konfigurationsmöglichkeiten ohne Änderung des Quellcodes." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „kundenspezifische Anpassung“.", "a": "Eine über das reine Customizing hinausgehende, individuelle Entwicklung oder Änderung von Softwarefunktionen speziell für einen einzelnen Kunden, teils auch am Quellcode." }, { "q": "Nennen Sie Eigenschaften, auf welche Sie bei der Planung von kundenspezifischen Anpassungen achten müssen.", "a": "Genaue Anforderungsanalyse, Auswirkungen auf zukünftige Updates/Kompatibilität, Aufwand-Nutzen-Verhältnis, Testbarkeit und Wartbarkeit der Anpassung." }, { "q": "Nennen Sie Gründe, weshalb kundenspezifische Anpassungen dokumentiert werden sollten.", "a": "Nachvollziehbarkeit bei späteren Updates, Wissenssicherung bei Personalwechsel, erleichterte Fehlersuche und Nachweis gegenüber dem Kunden über den erbrachten Leistungsumfang." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Testkonzept“ und warum Sie Software testen müssen.", "a": "Ein Testkonzept legt Ziel, Umfang, Methoden und Ablauf des Testens einer Software fest. Software muss getestet werden, um Fehler vor der produktiven Nutzung zu erkennen und Qualität sowie Zuverlässigkeit sicherzustellen." }, { "q": "Erklären Sie die wesentlichen Schritte bei der Durchführung eines Softwaretests.", "a": "Testplanung, Testfallerstellung, Testdurchführung, Protokollierung der Ergebnisse, Fehleranalyse/-behebung und abschließende Nachtests (Retest)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Testmuster“.", "a": "Ein vordefinierter Satz von Testdaten und erwarteten Ergebnissen, mit dem ein bestimmter Testfall standardisiert überprüft werden kann." }, { "q": "Erklären Sie die wesentlichen Schritte bei der Auswertung eines Softwaretests.", "a": "Vergleich der tatsächlichen mit den erwarteten Ergebnissen, Dokumentation gefundener Abweichungen/Fehler, Priorisierung nach Schweregrad und Ableitung von Maßnahmen zur Fehlerbehebung." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen einem reproduzierbaren und nicht reproduzierbaren Fehler.", "a": "Ein reproduzierbarer Fehler tritt bei denselben Schritten/Bedingungen zuverlässig immer wieder auf. Ein nicht reproduzierbarer Fehler tritt unregelmäßig oder nur unter bestimmten, schwer nachvollziehbaren Umständen auf, was die Fehlersuche erschwert." }, { "q": "Was muss dokumentiert werden, wenn ein Fehler während eines Tests in einer Software auftritt?", "a": "Genaue Schritte zur Reproduktion, verwendete Testdaten/Umgebung, erwartetes vs. tatsächliches Verhalten, Fehlermeldung/Screenshot, Datum und Schweregrad des Fehlers." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „Software-Schnittstelle“ anhand eines praktischen Beispiels.", "a": "Eine definierte Übergabestelle, über die zwei Softwaresysteme Daten austauschen, z. B. eine API, über die ein Webshop Bestelldaten automatisch an ein Warenwirtschaftssystem übermittelt." } ] } ] }, { "id": 16, "title": "Standards", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Standard „ISO“.", "a": "International Organization for Standardization: eine internationale Organisation, die branchenübergreifende Normen erarbeitet, z. B. ISO 27001 für Informationssicherheit oder ISO 9001 für Qualitätsmanagement." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „ASCII“.", "a": "American Standard Code for Information Interchange: ein Zeichenkodierungsstandard, der 128 Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen) jeweils einem 7-Bit-Zahlenwert zuordnet." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „IEEE“.", "a": "Institute of Electrical and Electronics Engineers: eine internationale Organisation, die technische Standards insbesondere im Bereich Elektrotechnik und Netzwerktechnik erarbeitet, z. B. 802.11 (WLAN) oder 802.3 (Ethernet)." }, { "q": "Erklären Sie den Begriff „RFC“.", "a": "Request for Comments: ein Dokument, das technische Standards und Spezifikationen für Internetprotokolle (z. B. HTTP, TCP/IP) beschreibt und von der IETF veröffentlicht wird." } ] } ] }, { "id": 17, "title": "Fehlersuche und Helpdesk", "subcategories": [ { "name": "Allgemein", "questions": [ { "q": "Erklären Sie den Begriff „Helpdesk“.", "a": "Eine zentrale Anlaufstelle, die Anwendern bei technischen Problemen oder Fragen zu IT-Systemen Unterstützung bietet, meist als erste Kontaktstelle (First-Level-Support)." }, { "q": "Erklären Sie den Unterschied zwischen „Helpdesk“ und „Servicedesk“.", "a": "Der Helpdesk konzentriert sich hauptsächlich auf die reaktive technische Störungsbehebung. Der Servicedesk ist umfassender und deckt zusätzlich Serviceanfragen, Änderungsmanagement und die Koordination des gesamten IT-Service-Managements ab." }, { "q": "Erklären Sie die Vor- und Nachteile eines „Ticket-Systems“.", "a": "Vorteile: strukturierte Erfassung, Nachverfolgbarkeit, Priorisierung und Dokumentation von Anfragen/Störungen sowie Auswertbarkeit für Statistiken. Nachteile: zusätzlicher administrativer Aufwand und ggf. langsamere Kommunikation im Vergleich zu direktem persönlichen Kontakt." }, { "q": "Ein PC startet nicht. Wie lösen Sie dieses Problem?", "a": "Zunächst Stromversorgung prüfen (Kabel, Steckdose, Netzteil), dann Sichtprüfung der Hardware (lose Kabel, RAM), Piepcodes/LED-Anzeigen beachten, ggf. Komponenten einzeln testen (Minimalkonfiguration) und zuletzt Mainboard/Netzteil als Fehlerquelle in Betracht ziehen." }, { "q": "Ein PC zeigt kein Bild an. Was könnte die Ursache sein?", "a": "Mögliche Ursachen sind ein lockeres oder defektes Bildschirmkabel, falscher Eingangskanal am Monitor, defekte Grafikkarte, RAM-Fehler, ein nicht gestarteter PC oder ein defekter Monitor selbst." }, { "q": "Ein User kann nicht drucken. Wie lösen Sie dieses Problem?", "a": "Prüfen, ob der Drucker eingeschaltet und online ist, Netzwerk-/Kabelverbindung kontrollieren, Druckwarteschlange auf hängende Jobs prüfen, Treiber überprüfen/neu installieren und Papier/Tonerstand kontrollieren." }, { "q": "Ein User erreicht das Serverlaufwerk nicht mehr. Welche Ursachen gibt es?", "a": "Netzwerkprobleme (Kabel, Switch, WLAN), Serverausfall oder -überlastung, abgelaufene/fehlerhafte Berechtigungen, DNS-Probleme bei der Namensauflösung, oder ein Problem am Client selbst (z. B. getrenntes Netzlaufwerk)." } ] } ] } ] }